Corda-Fossil-Kauriholz (Agathoxylon cordaianum)

Agathoxylon cordaianum: Botanische Eigenschaften

Die fossilen Funde von Agathoxylon cordaianum eröffnen der Wissenschaft einen wertvollen Blick in längst vergangene Erdzeitalter. Diese ausgestorbene Art lässt sich systematisch der Klasse der Pinopsida und der Ordnung der Pinales zuordnen. Der Botaniker Theodor Hartig veröffentlichte im Jahr 1848 in einem wissenschaftlichen Beitrag zur Braunkohlenflora die erste detaillierte Beschreibung.

Die Analyse der versteinerten Holzelemente ist von immenser Bedeutung für das Verständnis prähistorischer Waldökosysteme. Derartige Befunde aus alten Sedimenten dienen Forschern als wichtige Indikatoren zur präzisen Rekonstruktion früherer klimatischer Verhältnisse.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Überklasse Gymnospermae (Nacktsamer)
  • Abteilung Pinophyta
  • Unterklasse Cupressidae
  • Ordnung Araucariales (Südliche Schmucktannen)
  • Familie Araucariaceae (Araukariengewächse)
  • Gattung Agathoxylon (Agathis-Holz-Gattung)
  • Art Agathoxylon cordaianum (Corda-Fossil-Kauriholz)

Lebendiger Puls

Morphologie

Die anatomischen Merkmale von Agathoxylon cordaianum werden vorwiegend durch die mikroskopische Untersuchung der bestens erhaltenen fossilen Holzstrukturen ermittelt. Besondere taxonomische Bedeutung kommt dabei der spezifischen Anordnung der Hoftüpfel an den Zellwänden der Tracheiden zu.

Diese komplexen holzanatomischen Details ermöglichen es Paläobotanikern, die versteinerten Fundstücke korrekt zuzuordnen. Durch die dreidimensionale Erhaltung der winzigen Zellstrukturen im Fossilbericht können präzise Vergleiche mit rezenten Nadelhölzern angestellt werden.

Interessante Fakten

  • Die Erstbeschreibung der fossilen Art erfolgte im Rahmen einer umfangreichen Publikation zur norddeutschen Braunkohlenflora.
  • Die holzanatomischen Eigenschaften von Funden der Gattung Agathoxylon ähneln in vielerlei Hinsicht denen der heutigen Araukariengewächse.

Verbreitungsgebiet

  • Deutschland

Quellen

  • Hartig, T. (1848). Beiträge zur Geschichte der Pflanzen und zur Kenntnis der norddeutschen Braunkohlenflora. Bot. Zeitung.
  • Global Biodiversity Information Facility (GBIF)

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