Humboldt-Araukarie (Araucaria humboldtensis)
Araucaria humboldtensis: Endemische Konifere des Mont Humboldt
Auf den windgepeitschten Berggipfeln Süd-Neukaledoniens trotzt Araucaria humboldtensis extremen klimatischen Bedingungen. Dieser verhältnismäßig kompakte Nadelbaum wächst vorzugsweise an steilen und kargen Hängen in Höhenlagen zwischen 750 und 1600 Metern.
Häufige Waldbrände und der zunehmende Verlust von Lebensraum setzen den isolierten Wildpopulationen stark zu, weshalb sie auf der Roten Liste vermerkt sind. Bemerkenswert ist ihre hochgradige Spezialisierung auf das Leben im rauen Mikroklima über ultramafischem Gestein.
Taxonomie
- ∟ царство Plantae
- ∟ Abteilung Tracheophytes
- ∟ Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
- ∟ Überklasse Gymnospermae
- ∟ Abteilung Pinophyta
- ∟ Unterklasse Cupressidae
- ∟ Ordnung Araucariales (Südliche Schmucktannen)
- ∟ Familie Araucariaceae (Araukariengewächse)
- ∟ Gattung Araucaria (Affenbaum)
- ∟ Art Araucaria humboldtensis (Humboldt-Araukarie)
Morphologie
Mit einer Wuchshöhe von lediglich 6 bis 15 Metern gehört dieser Baum zu den kleineren und kompakteren Vertretern seiner Pflanzenfamilie. Ältere Exemplare entwickeln eine charakteristische, flache Krone, deren Wuchsform oftmals fast an einen filigranen Kronleuchter erinnert.
Die Zweige stehen in einem markanten V-Muster ab, während die Rinde in rechteckigen Fragmenten abblättert und im Alter von Hellbraun zu Grau wechselt. Die kleinen, schuppenartigen Blätter sind eng anliegend und weisen einen sehr ausgeprägten Mittelnerv sowie eine nach innen gekrümmte Spitze auf.
Interessante Fakten
Die ökologischen Wechselwirkungen und historischen Bezüge dieses Baumes offenbaren spannende Details.
- Die Pflanze produziert auffällig große Mengen an Harz, was primär als Abwehrreaktion auf den Befall durch endemische Rüsselkäfer geschieht.
- Genau in diesem speziellen Harz lebt der hochspezialisierte, weltweit einzigartige Schlauchpilz Resinogalea humboldtensis.
- Der Baum wurde in Gedenken an den berühmten deutschen Forschungsreisenden und Naturforscher Alexander von Humboldt benannt.
Verbreitungsgebiet
- New Caledonia
Quellen
- Bulletin du Muséum d'Histoire Naturelle (Buchholz, J.T., 1949)
- The Gymnosperm Database
- GBIF (Global Biodiversity Information Facility)