Conguillio-Chile-Tanne
Eine seltene Unterart der Chilenischen Schmucktanne, die sich durch Anpassungen an extreme vulkanische Regionen der südamerikanischen Anden auszeichnet.
Auf den nebelverhangenen Vulkanhängen der Anden in CL und AR trotzt Araucaria araucana als lebendes Fossil seit Jahrmillionen den Naturgewalten. Diese majestätische Konifere, deren dicke, reptilienartige Zweige selbst Affen vor ein unlösbares Rätsel stellen sollen, prägt die raue Gebirgslandschaft. Sie ist nicht nur der chilenische Nationalbaum, sondern auch ein heiliges Symbol der indigenen Pehuenche, die sich über Jahrhunderte von den nahrhaften Samen des Baumes ernährten.
Das imposante Erscheinungsbild der Chilenischen Araukarie mit ihrer schirmförmigen Krone und den messerscharfen, dreieckigen Blättern verleiht ihr eine beispiellose architektonische Präsenz. In gemäßigten Klimazonen in Ländern wie DE, GB und US wird sie heute wegen ihres exotischen Charmes als Zierbaum geschätzt. Unter Botanikern gilt sie als extrem widerstandsfähig gegenüber widrigen Wetterbedingungen und vulkanischer Asche.
Die Chilenische Araukarie zeichnet sich durch einen langsamen, aber beständigen Wuchs aus, der Baumgiganten von bis zu 50 Metern Höhe hervorbringen kann. Ihr Stamm ist bemerkenswert gerade, zylindrisch geformt und wird von einer dicken, schützenden Borke umhüllt, die in ihrer Heimat als natürlicher Schild gegen vulkanische Hitze und Waldbrände dient.
Ein markantes Merkmal dieses Baumes sind die einzigartigen, extrem harten Blätter, die die Äste und Zweige wie ein dichter Schuppenpanzer bedecken. Diese spitz zulaufenden, dunkelgrünen Nadeln bleiben bis zu 24 Jahre lang an den Ästen erhalten und verleihen dem Baum seine charakteristische Textur.
Die massiven weiblichen Zapfen benötigen fast zwei Jahre zur Reife und zerfallen noch am Baum, um Hunderte von großen Samen freizugeben. Ihr tiefreichendes Wurzelsystem verankert die massiven Bäume sicher in den oft kargen, vulkanischen Böden.
Die wirtschaftliche und kulturelle Nutzung von Araucaria araucana hat in CL und AR eine jahrhundertelange Tradition. Das hochwertige, ockergelbe Holz wurde früher intensiv für den Haus-, Boots- und Brückenbau sowie für die Herstellung von Masten für Segelschiffe verwendet. Aufgrund des heutigen Schutzstatus als stark gefährdete Art ist die Holzgewinnung jedoch streng limitiert und in CL gänzlich verboten.
Eine weitaus größere Rolle spielt der Baum in der Ernährung der indigenen Mapuche und insbesondere der Pehuenche. Die großen Samen, auch Pinienkerne oder "Piñones" genannt, sind äußerst nahrhaft und reich an Kohlenhydraten.
Trotz der Beliebtheit als Zierbaum erfordert die kommerzielle Nuss-Produktion viel Geduld, da die Bäume erst nach 30 bis 40 Jahren erste Samen tragen. Wenn sie jedoch einmal den Ertrag beginnen, können weibliche Bäume Tausende von Samen pro Jahr produzieren.
Die Geschichte und Biologie der Chilenischen Araukarie sind von zahlreichen faszinierenden Details geprägt. Dieses lebende Fossil gehört zu einer Pflanzenfamilie, deren Ursprünge Millionen von Jahren zurückreichen. Ihre extreme Langlebigkeit ermöglicht es einzelnen Exemplaren, ein Alter von über 1000, in seltenen Fällen sogar bis zu 2000 Jahren zu erreichen.
Eine seltene Unterart der Chilenischen Schmucktanne, die sich durch Anpassungen an extreme vulkanische Regionen der südamerikanischen Anden auszeichnet.