Affenbaum (Araucaria)

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Araukarien (Araucaria): Urzeitliche Koniferen im Portrait

Als stille Zeugen der Jurazeit ragen die markanten Silhouetten dieser immergrünen Baumriesen majestätisch in den Himmel der Südhalbkugel. Die Araucaria hat die Kontinentalverschiebung überdauert und gilt heute als lebendes Fossil, dessen Ursprünge Millionen von Jahren zurückreichen.

Ihre ungewöhnliche Architektur mit streng symmetrischen Astquirlen verleiht den Bäumen ein fast prähistorisches Aussehen. Ursprünglich weltweit verbreitet, sind die natürlichen Bestände der Araukarien heute stark zersplittert und auf wenige, isolierte Regionen beschränkt.

Trotz ihres archaischen Charakters haben einige Vertreter dieser faszinierenden Gattung ihren Weg in unsere Gärten und Wohnzimmer gefunden. Dabei erzählen sie noch immer die Geschichte einer längst vergangenen Epoche, als Dinosaurier unter ihren ausladenden Kronen weideten.

Taxonomie

Botanische Illustration

Botanische Illustration

Morphologie

Die Vertreter der Gattung Araucaria sind beeindruckende, immergrüne Bäume, die meist Wuchshöhen zwischen 30 und 80 Metern erreichen. Sie zeichnen sich durch einen massiven, aufrechten Stamm aus, dessen dicke Rinde oft harzreich und rissig ist.

Die waagerecht abstehenden Äste wachsen in auffallend regelmäßigen Quirlen und verleihen der Krone ihre typische, oft schirm- oder pyramidenartige Form. An den Zweigen sitzen die derben, langlebigen Laubblätter, die je nach Art sehr unterschiedlich geformt sein können.

  • Bei jungen Bäumen sind die Blätter häufig noch nadelförmig und weich.
  • Ausgewachsene Exemplare bilden dagegen meist schuppenförmige, eiförmige bis lanzettliche Blätter aus, die sich dachziegelartig überlappen.
  • Eine vegetative Vermehrung aus abgetrennten Trieben ist bei diesen Koniferen nicht möglich.

Die Pflanzen sind in der Regel zweihäusig getrenntgeschlechtig. Die männlichen Zapfen sind zylindrisch, während die weiblichen, fast kugeligen Zapfen hoch in der Baumkrone heranreifen und beträchtliche Größen von bis zu 25 Zentimetern Durchmesser erreichen können.

Anwendungen

Dank ihres geraden und gleichmäßigen Wuchses liefert die Araucaria ein wertvolles Holz, das in der Bau- und Möbelindustrie hoch geschätzt wird. Einige Arten werden weltweit auf Plantagen zur kommerziellen Holzgewinnung kultiviert.

  • Nahrungsquelle: Die großen, nährstoffreichen Samen sind in Teilen Südamerikas und Australiens eine traditionelle und wichtige Delikatesse.
  • Zierpflanze: Wegen ihrer streng geometrischen Wuchsform sind mehrere Arten beliebte Solitärbäume in großen Parks und botanischen Gärten.
  • Zimmerpflanze: Die bekannte Zimmertanne (Araucaria heterophylla) ist eine weit verbreitete Kübelpflanze für hellere und kühlere Innenräume.

Interessante Fakten

Fossilienfunde belegen, dass diese urzeitlichen Bäume bereits im Erdmittelalter nahezu weltweit verbreitet waren. Paläontologen vermuten stark, dass sich die langen Hälse einiger Sauropoden-Dinosaurier speziell entwickelt haben, um das nahrhafte Laub der hohen Araukarien zu fressen.

  • Namensgebung: Der wissenschaftliche Gattungsname leitet sich von der chilenischen Region Arauco ab, der Heimat der indigenen Mapuche.
  • Heiliger Baum: Das Volk der Pehuenche verehrt die Chilenische Araukarie tiefgreifend als heilig und ernährt sich seit Jahrtausenden von ihren Samen.
  • Zentrum der Artenvielfalt: Von den rund 20 bekannten Arten sind bemerkenswerte 14 ausschließlich auf Neukaledonien endemisch, wo sie sich perfekt an die schwermetallreichen Böden angepasst haben.

Verbreitungsgebiet

  • Chile
  • Argentinien
  • Brasilien
  • Australien
  • Neukaledonien
  • Papua-Neuguinea

Natürliche Varietäten

Art
Bunya-Araukarie

Bunya-Araukarie

Araucaria bidwillii, auch als Queensland-Araukarie bekannt, ist ein beeindruckender Nadelbaum aus Australien, der für seine enormen Zapfen und essbaren Samen …

Technische Information

Taxonsynonyme: Marywildea

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos