Großblättrige Araukarie (Araucaria grandifolia)

Araucaria grandifolia: Fossilien und Merkmale der Konifere

Tief in den Gesteinsschichten der südamerikanischen Punta-del-Barco-Formation verbirgt sich die faszinierende Geschichte von Araucaria grandifolia. Diese prähistorische Nadelbaumart prägte während des Albiums, einer Stufe der Unterkreide, die warmen und feuchten Flusslandschaften.

Ihre Überreste zeugen von einer Zeit, als die Erde von intensiver vulkanischer Aktivität geformt wurde. Mit dem Ende der Unterkreide verschwand dieser imposante Baum schließlich von unserem Planeten.

Taxonomie

Morphologie

Fossile Funde offenbaren, dass die Sprossachsen über ein sekundäres Xylem mit einreihigen Holzstrahlen aus nur einem Zelltyp verfügten. Die Tüpfel in den Kreuzungsfeldern entsprachen dem für viele Koniferen typischen cupressoiden Typus.

Die großen, von zahlreichen Blattadern durchzogenen Nadeln wiesen eine schmale, dreieckige Form mit spitzem Ende und herablaufender Basis auf. Sie wuchsen dicht gedrängt, dachziegelartig überlappend und in einer spiraligen Anordnung.

Auf beiden Blattseiten befanden sich in geraden Reihen angeordnete Spaltöffnungen, die von vier Nebenzellen umgeben waren. Die mikroskopische Untersuchung der Kutikula zeigt zudem bandartige Faserstrukturen und lamellenartige Schichten, die als wichtiges Bestimmungsmerkmal dienen.

Interessante Fakten

Die Böden, auf denen dieser Nadelbaum wuchs, waren stark durch wiederkehrenden Vulkanismus geprägt. Diese nährstoffreiche, vulkanische Erde bot in Kombination mit dem feucht-warmen Klima ideale Wachstumsbedingungen nahe den Flusstälern.

Verbreitungsgebiet

  • Argentinien

Quellen

  • POWO
  • WFO
  • Paleobotany Database