Faserige Fossil-Araukarie (Araucaria fibrosa)

Araucaria fibrosa (Araucaria antarctica): Flora der Antarktis

Auf der eisigen Vega-Insel am Kap Lamb wurden die versteinerten Zeugnisse von Araucaria fibrosa geborgen. Diese bemerkenswerte Nadelbaumart gedieh während der Oberkreidezeit, als die Antarktis noch von einem weitaus milderen Klima geprägt war. Ursprünglich wurde sie im Jahr 2001 als Araucaria antarctica beschrieben, bevor paläobotanische Nomenklaturregeln eine Umbenennung erforderlich machten.

Taxonomie

Morphologie

Die fossilen Überreste von Araucaria fibrosa bestehen überwiegend aus versteinerten Holzfragmenten, die bis auf die zelluläre Ebene hervorragend erhalten sind. Mikroskopische Untersuchungen des Xylems zeigen die klassische araukarioide Tüpfelung: Die Hoftüpfel sind in dichten, alternierenden Reihen an den radialen Wänden der Tracheiden angeordnet. Ausgeprägte Zuwachsringe im Holz deuten auf deutliche jahreszeitliche Klimaschwankungen im antarktischen Mesozoikum hin.

Das Artepitheton fibrosa verweist auf die charakteristische faserige Textur der gefundenen Holzmuster. Die Holzstrahlen sind weitgehend uniseriat ausgebildet, und die erhaltenen Harzstrukturen ordnen dieses urzeitliche Taxon eindeutig der Familie der Araukariengewächse zu, die einst die ausgedehnten Wälder des Gondwana-Superkontinents prägten.

Interessante Fakten

Da der ursprüngliche Name illegitim war, veröffentlichten die Forscher Césari, Marenssi und Santillana im Jahr 2009 den gültigen Ersatznamen. Die fossilen Funde belegen eindrucksvoll, dass dichte Koniferenwälder einst den heute von Gletschern bedeckten Kontinent besiedelten.

Verbreitungsgebiet

  • Antarktis

Quellen

  • POWO
  • Cretaceous Research
  • WFO