Brasilianische Araukarie (Araucaria brasiliensis)
Araucaria brasiliensis: Merkmale, Verbreitung und Botanik
Diese Nadelbaumart gehört zu den markantesten Erscheinungen in den subtropischen Wäldern Südamerikas. Sie prägt das Landschaftsbild durch ihre schirmartige Krone und den geraden, astlosen Stamm. Historisch und ökologisch spielt sie eine zentrale Rolle in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet, insbesondere im atlantischen Regenwald.
Taxonomie
- ∟ царство Plantae
- ∟ Abteilung Tracheophytes
- ∟ Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
- ∟ Überklasse Gymnospermae
- ∟ Abteilung Pinophyta
- ∟ Unterklasse Cupressidae
- ∟ Ordnung Araucariales (Südliche Schmucktannen)
- ∟ Familie Araucariaceae (Araukariengewächse)
- ∟ Gattung Araucaria (Affenbaum)
- ∟ Art Araucaria brasiliensis (Brasilianische Araukarie)
Morphologie
Der Baum erreicht Wuchshöhen von bis zu 40 Metern und entwickelt einen kräftigen, geraden Stamm. Die Rinde ist harzig, dick und blättert in horizontalen Streifen ab.
Die vegetativen Merkmale zeichnen sich durch folgende Eigenschaften aus:
- Immergrüne, stechende Blätter
- Lanzettliche Blattform
- Spiralförmige Anordnung an den Zweigen
Als zweihäusige Pflanze bildet sie männliche und weibliche Zapfen auf getrennten Individuen. Die weiblichen Zapfen sind äußerst massiv und kugelig geformt.
Anwendungen
Das Holz dieser Baumart ist von hervorragender Qualität und wird traditionell im Bauwesen sowie für die Möbelherstellung verwendet. Die großen, nahrhaften Samen, in Südamerika als Pinhões bekannt, sind eine wichtige Nahrungsquelle für die lokale Tierwelt.
Aufgrund ihrer imposanten Erscheinung wird die Art in geeigneten Klimazonen gelegentlich als Zierbaum in großen Parks gepflanzt.
Interessante Fakten
Die Samenverbreitung erfolgt in der Natur hauptsächlich durch Vögel, insbesondere durch den Kappenblauraben, der die Samen als Vorrat im Boden versteckt. Fossilienfunde belegen, dass verwandte Vertreter bereits im Mesozoikum existierten und einst eine viel weitere Verbreitung genossen.
Verbreitungsgebiet
- Brazil
- Argentina
- Paraguay
Quellen
- POWO (Plants of the World Online)
- GBIF (Global Biodiversity Information Facility)
- Tropicos