Arizona-Versteinertes-Holz (Araucarioxylon arizonicum)

Regenbogenholz
IUCN: Ausgestorben

Araucarioxylon arizonicum: Versteinertes Holz aus der Trias

Im trockenen Wüstenklima des heutigen Arizona ruhen die farbenprächtigen Überreste riesiger Wälder, die vor über 200 Millionen Jahren florierten. Unter den versteinerten Zeugen dieser Zeit sticht Araucarioxylon arizonicum durch seine enormen Ausmaße und seine faszinierende Entstehungsgeschichte hervor.

Dieser ausgestorbene Nadelbaum dominierte in der späten Trias eine tropische Landschaft auf dem westlichen Rand des Superkontinents Pangäa. Heute bilden seine massiven, mineralisierten Stämme das Herzstück des Petrified Forest National Parks und beeindrucken Wissenschaftler wie Besucher gleichermaßen.

Taxonomie

  • ∟ царство Plantae
  • ∟ Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • ∟ Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • ∟ Überklasse Gymnospermae (Nacktsamer)
  • ∟ Abteilung Pinophyta
  • ∟ Unterklasse Cupressidae
  • ∟ Ordnung Araucariales (Südliche Schmucktannen)
  • ∟ Familie Araucariaceae (Araukariengewächse)
  • ∟ Gattung Agathoxylon (Agathis-Holz-Gattung)
  • ∟ Art Araucarioxylon arizonicum (Arizona-Versteinertes-Holz)

Lebendiger Puls

Morphologie

Die fossilen Überreste zeigen, dass Araucarioxylon arizonicum eine Wuchshöhe von bis zu 60 Metern und einen Stammdurchmesser von bis zu drei Metern erreichte. Sein äußeres Erscheinungsbild ähnelte vermutlich einem mittelgroßen Riesenmammutbaum mit einem schlanken, sich nach oben verjüngenden Hauptstamm.

Das Wurzelsystem unterschied sich deutlich von modernen Nadelbäumen und bestand aus einer massiven, bis zu fünf Meter langen Pfahlwurzel sowie vier bis sechs dicken Seitenwurzeln. Die Äste waren vergleichsweise schlank, wuchsen in einem Winkel von 30 bis 40 Grad aufwärts und verteilten sich in weiten Abständen über den gesamten Stamm.

Fossilien der Rinde sind äußerst selten, offenbaren jedoch eine dünne, geriffelte Struktur mit flachen Kämmen und tiefen Längsfurchen. Direkte Nachweise von Blättern oder Zapfen am Stamm fehlen, jedoch geht man davon aus, dass er ähnliches Laub wie verwandte Nadelbäume trug.

Anwendungen

In den trockenen Badlands des nördlichen Arizona und im angrenzenden New Mexico traten die versteinerten Baumstämme lokal so massenhaft auf, dass sie in der Vergangenheit von Siedlern als Baumaterial verwendet wurden. Heute stehen die bedeutendsten Fundstellen unter strengem Naturschutz, weshalb jegliche bauliche oder kommerzielle Nutzung strengstens untersagt ist.

Interessante Fakten

Die versteinerten Stämme dieser prähistorischen Art faszinieren nicht nur durch ihre schiere Größe, sondern auch durch ihre einzigartige Erhaltung.

  • Das fossile Holz wird wegen seiner leuchtenden Farben oft als Regenbogenholz bezeichnet, wobei rote und gelbe Töne durch Eisenoxide wie Hämatit und Limonit verursacht werden.
  • Die charakteristischen violetten Farbtöne im Gestein entstehen durch extrem feine Hämatit-Kügelchen in der Quarzmatrix und nicht, wie oft vermutet, durch Mangan.
  • In vielen der erhaltenen Fossilien finden sich Fraßgänge von Insektenlarven, die eine Verwandtschaft zu heutigen Nagekäfern aufweisen.
  • Die taxonomische Einordnung ist unter Paläobotanikern stark umstritten, da neuere Analysen nahelegen, dass die ursprünglichen Typusexemplare aus drei verschiedenen fossilen Arten bestehen.

Verbreitungsgebiet

  • Vereinigte Staaten

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF

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