Martius-Tollkirsche (Atropa ×martiana)

Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Atropa ×martiana: Botanische Merkmale der Naturhybride

Als seltene Naturhybride wächst diese Pflanze in ausgewählten Bergregionen der Iberischen Halbinsel. Sie entsteht durch die Kreuzung zweier verwandter Arten in Gebieten, in denen sich deren Lebensräume überschneiden.

Botaniker schätzen sie als wichtiges Studienobjekt für evolutionäre Hybridisierungsprozesse. Die Standorte sind meist auf feuchte, kalkreiche Schluchten beschränkt.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms (Mesangiospermen)
  • eudicots
  • asterids
  • Ordnung Solanales
  • Familie Solanaceae
  • Unterfamilie Solanoideae
  • Tribus Hyoscyameae
  • Gattung Atropa (Tollkirschen)
  • Art Atropa ×martiana (Martius-Tollkirsche)

Lebendiger Puls

Morphologie

Die morphologischen Merkmale dieser Pflanze zeigen deutliche Übergangsformen zwischen den beiden Elternarten. Sie vereint Eigenschaften der ursprünglichen Formen in ihrer Struktur.

Zu den typischen Kennzeichen gehören:

  • Wuchsform: Ausdauernde krautige Pflanze mit verzweigten, aufrechten Stängeln.
  • Blüten: Glockenförmige Blütenkronen mit einer bräunlich-violetten Färbung und helleren Streifen.
  • Laubblätter: Eiförmige, leicht behaarte Blätter mit ausgeprägten Blattnerven.

Blütezeit

Mai bis Juli

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Name
Dez

Anwendungen

Die biologische Aktivität beruht auf einem hohen Gehalt an bioaktiven Alkaloiden. In der pharmazeutischen Forschung wird das Zusammenspiel dieser Stoffe analysiert.

Die wichtigsten Inhaltsstoffe sind:

  • Tropanalkaloide: Hauptsächlich Hyoscyamin und Spuren von Scopolamin.
  • Flavonoide: Sekundäre Pflanzenstoffe, die in den Blättern nachgewiesen wurden.

Wegen der extremen Toxizität aller Pflanzenteile ist jede medizinische Selbstanwendung ausgeschlossen.

Interessante Fakten

Die Entdeckung dieser Naturhybride bestätigte, dass die Barrieren zwischen verschiedenen Arten der Gattung nicht vollständig geschlossen sind. Sie dient als Modell zur Untersuchung der Genfluss-Dynamik.

Aufgrund ihrer Seltenheit wird sie in botanischen Gärten kultiviert, um das Überleben der genetischen Linie zu sichern.

Verbreitungsgebiet

  • Spanien

Quellen

  • WFO (World Flora Online)
  • POWO (Plants of the World Online)
  • GBIF (Global Biodiversity Information Facility)
  • Tropicos (Missouri Botanical Garden)

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

Siehe auch

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