Parrys Katzenpfötchen (Calyptridium parryi)

Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Calyptridium parryi: Parrys Katzenpfötchen im Porträt

Auf den kargen, sonnenverbrannten Schotterböden der Mojave-Wüste und den trockenen Hängen von Baja California trotzt ein winziges botanisches Juwel den extremen Bedingungen. Diese widerstandsfähige Pflanze ist unter dem botanischen Namen Calyptridium parryi bekannt und fügt sich perfekt in die spärliche Vegetation ihrer ariden Heimat ein.

Mit ihren flach am Boden anliegenden Rosetten nutzt die Art jeden Millimeter Feuchtigkeit, der in diesen unwirtlichen Regionen im Südwesten der USA niedergeht. Das Überleben als einjährige Krautpflanze erfordert eine schnelle Anpassung an die kurzen feuchten Perioden des Jahres.

Botaniker schätzen das zierliche Gewächs für seine Fähigkeit, in extrem nährstoffarmen Substraten zu gedeihen. In ihrer rauen Heimat zieht die unauffällige Schönheit vor allem während der kurzen Blütezeit die Aufmerksamkeit aufmerksamer Naturbeobachter auf sich.

Taxonomie

Morphologie

Die Struktur von Calyptridium parryi zeigt eine faszinierende Anpassung an trockene Standorte. Die Pflanze bildet eine charakteristische Wuchsform mit folgenden Merkmalen aus:

  • Wuchsform und Stängel: Das einjährige Kraut entwickelt niederliegende bis aufsteigende Stängel, die eine Länge von bis zu 11 Zentimetern erreichen können.
  • Belaubung: An der Basis befindet sich eine dichte Rosette aus kleinen, fleischigen und löffelförmigen Blättern, die maximal 3 Zentimeter lang werden; weitere Blätter sind entlang der Stängel verteilt.
  • Blütenstand: Die endständigen Blütenstände sind wenige Zentimeter breit und bestehen aus dichten Knäueln winziger Blüten.
  • Blütenstruktur: Jede Blüte besitzt drei zarte, weiße Kronblätter, die von dünnen, membranartigen Kelchblättern umgeben sind.
  • Frucht: Nach erfolgreicher Bestäubung entwickelt sich eine kleine Kapselfrucht, deren Durchmesser weniger als einen Zentimeter beträgt.

Blütezeit

Frühling bis Spätsommer, meist zwischen Mai und August nach den winterlichen Regenfällen.

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Name
Dez

Interessante Fakten

Die wissenschaftliche Entdeckung und Einordnung von Calyptridium parryi birgt einige botanische Besonderheiten:

  • Namensgebung: Die Erstbeschreibung der Art erfolgte im Jahr 1887 durch den renommierten US-amerikanischen Botaniker Asa Gray.
  • Taxonomische Debatte: Lange Zeit wurde die Art auch unter dem Synonym Cistanthe parryi geführt, da die Abgrenzung zwischen den Gattungen Calyptridium und Cistanthe in der Familie der Montiaceae Gegenstand wissenschaftlicher Diskussionen ist.
  • Naturidentität: Der englische Trivialname „Parry's pussypaws“ leitet sich von den weichen, runden Blütenknäueln ab, die optisch an die Pfoten von Katzen erinnern.
  • Überlebensstrategie: Als Wüstenpflanze überdauert sie Dürreperioden als Samen im Boden und keimt erst nach ausreichenden winterlichen Regenfällen.

Verbreitungsgebiet

  • Vereinigte Staaten
  • Mexiko

Natürliche Varietäten

Technische Information

Taxonsynonyme: Cistanthe parryi

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos