Nevada-Katzenpfötchen (Calyptridium parryi subsp. nevadense)

Sierra-Nevada-Katzenpfötchen
Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Calyptridium parryi subsp. nevadense: Vorkommen und Merkmale

In den sandigen Böden und lichten Kiefernwäldern der Sierra Nevada beheimatet, gedeiht diese robuste Unterart unter extremen Bedingungen. Sie besiedelt Höhenlagen von über 2000 Metern und kommt hervorragend mit nährstoffarmen, kiesigen Substraten zurecht. Gebirgswanderer können die flachen Rosetten oft entlang sonniger Bergpfade entdecken.

Die Pflanze nutzt die kurze alpine Vegetationsperiode optimal aus, indem sie nach der Schneeschmelze rasch keimt. Ihre sukkulenten Eigenschaften helfen ihr, die intensiven sommerlichen Trockenperioden im Hochgebirge zu überstehen.

Taxonomie

  • ∟ царство Plantae
  • ∟ Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • ∟ Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • ∟ Angiosperms
  • ∟ mesangiosperms (Mesangiospermen)
  • ∟ eudicots
  • ∟ Superasterids
  • ∟ Ordnung Caryophyllales
  • ∟ Familie Montiaceae
  • ∟ Gattung Calyptridium (Kappen-Katzenpfötchen)
  • ∟ Art Calyptridium parryi (Parrys Katzenpfötchen)
  • ∟ Unterart Calyptridium parryi subsp. nevadense (Nevada-Katzenpfötchen)

Lebendiger Puls

Morphologie

Die Anpassungen an das alpine Klima zeigen sich deutlich in ihrer Struktur:

  • Habitus: Die Pflanze wächst extrem flach am Boden gepresst, was sie vor kalten Winden schützt.
  • Blattrosette: Die Blätter sind dicklich, spatelförmig und oft rötlich oder graugrün gefärbt, um überschüssiges UV-Licht zu reflektieren.
  • Blütenstand: Die Wickel sind sehr dicht gedrängt und tragen kleine Blüten mit weißen, papierartigen Blütenblättern.
  • Kapsel: Die Früchte sind schmale Kapseln, die deutlich länger als die Kelchblätter sind und zahlreiche winzige Samen enthalten.

Blütezeit

Sommer

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Name
Dez

Anwendungen

Aufgrund ihrer Lebensweise im Hochgebirge findet diese Unterart keine kommerzielle Anwendung. Sie erfüllt jedoch wichtige ökologische Funktionen:

  • Erosionsschutz: Die tiefreichende Pfahlwurzel trägt zur Stabilisierung des lockeren Granitsands in Hanglagen bei.
  • Pionierfunktion: Nach Waldbränden oder Erdrutschen gehört sie zu den ersten Pflanzen, die den nackten Boden wieder besiedeln.

Interessante Fakten

Die rötliche Färbung der Blätter und Stängel wird durch Anthocyane verursacht. Diese Pigmente wirken als natürlicher Sonnenschutz gegen die intensive UV-Strahlung in großen Höhenlagen und schützen die Photosynthese-Organe der Pflanze.

Verbreitungsgebiet

  • Vereinigte Staaten (Kalifornien, Nevada, Oregon)

Quellen

  • Plants of the World Online (POWO) - Royal Botanic Gardens, Kew
  • World Flora Online (WFO)
  • Tropicos - Missouri Botanical Garden
  • Global Biodiversity Information Facility (GBIF)

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

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