Kreuzigungsdorn (Castela emoryi)

Crucifixion thorn Corona de Cristo Chaparro amargosa

Castela emoryi (Kreuzesdorn) - Ökologie und Wirkstoffe

In den extrem heißen und trockenen Gebieten der Mojave- und Sonora-Wüste überlebt dieser außergewöhnliche, fast blattlose Wüstenstrauch. Seine grünen, dornigen Äste übernehmen die lebenswichtige Aufgabe der Photosynthese und sichern so das Überleben bei extremer Hitze. Die Art blüht mitten im Hochsommer, wenn kaum eine andere Pflanze der Wüste aktiv ist.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms
  • eudicots
  • Superrosids
  • rosids
  • malvids
  • Ordnung Sapindales
  • Familie Simaroubaceae (Bittereschengewächse)
  • Gattung Castela (Castela-Strauch)
  • Art Castela emoryi (Kreuzigungsdorn)

Lebendiger Puls

Morphologie

Die Pflanze wächst meist als niedriger Strauch unter einem Meter, kann unter günstigen Bedingungen jedoch eine Höhe von über vier Metern erreichen. Die Blätter sind stark reduziert und hinfällig, sodass der Strauch die meiste Zeit des Jahres völlig blattlos erscheint.

Die Photosynthese wird fast ausschließlich durch die grünen, dornigen Zweige betrieben. Die Früchte reifen in auffälligen Gruppen von meist fünf Stück heran, wechseln ihre Farbe von Rotbraun zu Schwarz und können über Jahre am Strauch verbleiben.

Blütezeit

Hochsommer

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Name
Dez

Anwendungen

Die Pflanze bietet verschiedene wissenschaftliche und traditionelle Anwendungsmöglichkeiten:

  • Dermatologische Heilmittel: Traditionelle Nutzung des Knospensafts durch die Yavapai zur Wundbehandlung.
  • Biopestizide: Hemmung von Termitenfrass durch enthaltene Quassinoide.
  • Fungizide Wirkung: Potenzial zur Bekämpfung des Falschen Mehltaus bei Weinreben.

Interessante Fakten

Trotz der extremen Wüstenhitze im Sommer bietet dieser Strauch eine kritische Nahrungsquelle für Insekten, da seine Blüten reichlich Nektar produzieren. Die Bestäubung erfolgt vor allem durch Wespen und Hummeln. In Kalifornien gilt die Art als gefährdet, da ihr Lebensraum durch den Bau von Solaranlagen und militärische Aktivitäten zunehmend bedroht wird.

Verbreitungsgebiet

  • Arizona
  • Kalifornien
  • Sonora
  • Baja California

Quellen

  • Moran, R. V. & Felger, R. S. (1968): Transactions of the San Diego Society of Natural History
  • California Native Plant Society (CNPS)
  • Plants of the World Online (POWO)

Technische Information

Taxonsynonyme: Holacantha emoryi

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

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