Texanische Nicholson-Castela (Castela nicholsonii var. texana)

Texas Crucillo Amargoso Goat-bush
Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Castela nicholsonii var. texana: Merkmale und Vorkommen des Wüstenstrauchs

In den trockenen und halbwüstenartigen Regionen des südlichen Nordamerikas gedeiht diese widerstandsfähige, stark dornige Pflanze. Castela nicholsonii var. texana hat sich hervorragend an extrem aride Bedingungen angepasst. Sie wächst vor allem auf kargen, steinigen Böden im texanisch-mexikanischen Grenzland.

Die Pflanze bildet dichte, fast undurchdringliche Dickichte. Diese dienen verschiedenen Wüstenbewohnern als wichtiger Schutzraum vor Fressfeinden und der intensiven Sonne.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms
  • eudicots
  • Superrosids
  • rosids
  • malvids
  • Ordnung Sapindales
  • Familie Simaroubaceae (Bittereschengewächse)
  • Gattung Castela (Castela-Strauch)
  • Art Castela nicholsonii (Nicholsons Dornbusch)
  • Varietät Castela nicholsonii var. texana (Texanische Nicholson-Castela)

Lebendiger Puls

Morphologie

Dieses ausdauernde Gehölz wächst als stark verzweigter Strauch, der Wuchshöhen von bis zu drei Metern erreichen kann. Die grauen bis rötlich-braunen Zweige enden in extrem scharfen, starren Dornen, die aus modifizierten Trieben entstehen.

Die kleinen, ledrigen Blätter sind wechselständig angeordnet und weisen eine verkehrt-eiförmige bis elliptische Form auf. Auf der Oberseite zeigen sie ein mattes Dunkelgrün, während die Unterseite oft weißlich behaart ist, was dem Verdunstungsschutz dient.

Die Blüten und Früchte weisen folgende Merkmale auf:

  • Blüten: Die Blüten sind klein, unscheinbar und besitzen vier fleischige, meist intensiv rot oder orange gefärbte Blütenblätter.
  • Blütenstand: Sie erscheinen einzeln oder in kleinen Gruppen direkt in den Blattachseln entlang der dornigen Triebe.
  • Früchte: Aus den Blüten entwickeln sich glänzende, scharlachrote Steinfrüchte, die oft in kleinen Clustern zusammenstehen und Vögeln als Nahrung dienen.

Blütezeit

Frühling bis Frühsommer

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Name
Dez

Anwendungen

In der traditionellen mexikanischen Volksmedizin wird die Rinde der Pflanze unter dem Namen Amargoso geschätzt. Sie enthält extrem bittere Wirkstoffe, die traditionell bei Magen-Darm-Beschwerden und Fieber eingesetzt wurden.

Aufgrund der enthaltenen Quassinoide besitzt die Pflanze stark antimikrobielle Eigenschaften. In der modernen Pharmakologie werden diese Wirkstoffe auf ihr Potenzial zur Bekämpfung von Parasiten untersucht.

Interessante Fakten

Der Name Amargoso leitet sich vom spanischen Wort für "bitter" ab und verweist auf den extrem bitteren Geschmack aller Pflanzenteile. Dieser dient als natürlicher Schutz vor Fraßfeinden in den kargen Wüstenregionen.

Die Pflanze übersteht selbst monatelange Dürreperioden ohne sichtbare Schäden. Sie wirft bei extremer Trockenheit ihre Blätter ab und betreibt stattdessen Photosynthese über die grünliche Rinde der jungen Zweige.

Verbreitungsgebiet

  • Texas
  • Coahuila
  • Nuevo León
  • Tamaulipas

Quellen

  • POWO (Plants of the World Online)
  • WFO (World Flora Online)
  • Tropicos (Missouri Botanical Garden)
  • GBIF (Global Biodiversity Information Facility)

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

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