Brasilianischer Zürgelbaum
Celtis brasiliensis
Ein laubabwerfender Baum oder kletternder Strauch aus Südamerika, der zur Familie der Hanfgewächse gehört.
In den trockenen Weiten der afrikanischen Savannen bis hin zu dichten, feuchten Wäldern bildet Celtis africana mit seiner breiten, schattenspendenden Krone einen lebenswichtigen Zufluchtsort für unzählige Tierarten. Der im Deutschen oft als Weißer Stinkbaum bekannte Baum ist eine äußerst anpassungsfähige Spezies aus der Familie der Hanfgewächse (Cannabaceae), die in ganz Afrika südlich der Sahara sowie auf der Arabischen Halbinsel beheimatet ist. Je nach Standort variiert seine Wuchsform dramatisch – von einem gedrungenen, bonsaibushartigen Strauch auf kargen Felsen bis hin zu einem stattlichen Waldriesen.
Die traditionelle Bezeichnung als Stinkbaum ist auf den leicht unangenehmen Geruch des frisch geschlagenen, grünen Holzes zurückzuführen, der an das echte Schwarze Stinkholz (Ocotea bullata) erinnert. Dennoch besitzt Celtis africana einen ganz eigenen visuellen Charme, der besonders im Frühjahr durch den starken Kontrast seiner hellgrauen, fast weißen Rinde zum zarten, hellgrünen Neuaustrieb des Laubes zur Geltung kommt.
Das äußere Erscheinungsbild von Celtis africana ist sehr stark vom jeweiligen Lebensraum geprägt. Freistehend erreicht der Baum meist eine mittlere Wuchshöhe von etwa 12 Metern und bildet eine sehr dichte, halbkugelförmige Krone aus. In feuchten Wäldern kann der glatte, unverzweigte Stamm jedoch eine Höhe von bis zu 25 Metern erreichen. Ein besonders charakteristisches Merkmal ist die glatte, blassgraue bis fast weiße Rinde, die bei älteren Exemplaren oft schuppig abblättert und auffällige horizontale Rillen aufweist.
Die wechselständigen, eiförmig bis zugespitzten Blätter besitzen drei markante Hauptadern, die gut sichtbar von der asymmetrischen Basis ausgehen. Während das untere Drittel des Blattrandes glatt verläuft, zeigt sich die obere Hälfte in Richtung der Spitze deutlich gesägt. Junge Blätter sind leuchtend frischgrün und auf der Oberseite behaart, bevor sie mit zunehmendem Alter eine dunklere Farbe annehmen und glatt werden.
Die kleinen, blassgelben bis leicht grünlichen, sternförmigen Blüten sind optisch eher unscheinbar. Aus ihnen entwickeln sich in großer Zahl kleine, rundliche Steinfrüchte von etwa 4 Millimetern Durchmesser, die an langen, dünnen Stielen sitzen und bei Reife eine gelblich-braune bis schwarze Färbung annehmen.
Die Blütezeit erstreckt sich im natürlichen Verbreitungsgebiet vom späten afrikanischen Winter bis in das zeitige Frühjahr, typischerweise von August bis Oktober.
Aufgrund seiner ausladenden Krone und des dichten Blattwerks wird Celtis africana im südlichen Afrika sehr häufig als idealer Schattenspender in städtischen Parks, in großen Gärten und als Alleebaum angepflanzt. Seine tief reichenden Wurzeln und die hohe Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Böden machen ihn zu einem äußerst widerstandsfähigen Element der Landschaftsarchitektur in urbanen Gebieten.
In der Landwirtschaft dienen die nahrhaften Blätter als wichtiges Futter für Weidevieh wie Rinder und Ziegen, selbst wenn sie nach dem Laubabwurf bereits am Boden liegen. Das Holz ist qualitativ jedoch deutlich schlechter als das des echten Schwarzen Stinkholzes und findet daher vorwiegend nur lokale handwerkliche Verwendung.
Die kleinen, unscheinbaren Früchte von Celtis africana sind ein wahrer Magnet für die afrikanische Fauna. Sie werden von einer Vielzahl fruchtfressender Vogelarten im Ganzen konsumiert, darunter der Kapturako (Tauraco corythaix) und verschiedene Mausvogel-Arten. Auch Säugetiere wie Bärenpaviane (Papio ursinus) und Grünmeerkatzen schätzen die süßen Beeren als willkommene Nahrungsquelle.
Celtis brasiliensis
Ein laubabwerfender Baum oder kletternder Strauch aus Südamerika, der zur Familie der Hanfgewächse gehört.
Celtis gomphophylla
Ein weit verbreiteter Baum aus der Familie der Hanfgewächse, der in vielen Teilen Afrikas heimisch …
Celtis madagascariensis
Ein sommergrüner Baum aus der Familie der Hanfgewächse (Cannabaceae), der endemisch auf Madagaskar vorkommt.
Celtis aurantiaca
Ein laubabwerfender Baum aus der Familie der Hanfgewächse, der in Ostasien beheimatet ist.