Brasilianischer Zürgelbaum (Celtis brasiliensis)

Brazilian hackberry

Celtis brasiliensis - Der Brasilianische Zürgelbaum

Die ausgedehnte Flora Südamerikas birgt eine enorme Vielfalt an robusten Gehölzen für die unterschiedlichsten Ökosysteme. Celtis brasiliensis ist eine äußerst anpassungsfähige Pflanzenart, die vom nördlichen Kolumbien über Brasilien bis ins südliche Argentinien beheimatet ist.

Dieser typische Vertreter der Hanfgewächse (Cannabaceae) wächst in seiner natürlichen Umgebung je nach Standortbedingungen als laubabwerfender Baum oder als kletternder Strauch. Dabei erreicht die Pflanze meist Wuchshöhen zwischen 1,5 und 10 Metern.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms
  • eudicots
  • Superrosids
  • rosids
  • Ordnung Rosales
  • Familie Cannabaceae (Hanfgewächse)
  • Gattung Celtis (Zürgelbäume)
  • Art Celtis brasiliensis (Brasilianischer Zürgelbaum)

Lebendiger Puls

Morphologie

Die Wuchsform dieser südamerikanischen Pflanze ist extrem variabel und passt sich den jeweiligen lokalen Gegebenheiten perfekt an. Als laubabwerfendes Gehölz verliert die Art während der saisonalen Trocken- oder Winterzeit ihre Blätter, um wertvolles Wasser zu sparen.

Die Blätter weisen die für Zürgelbäume typische asymmetrische Blattbasis und drei stark ausgeprägte Hauptnerven auf. Die Ausbildung unscheinbarer, kleiner Blüten führt schließlich zur Produktion von rundlichen Steinfrüchten, die bei der lokalen Fauna sehr begehrt sind.

Anwendungen

  • In ihrem natürlichen Lebensraum bietet die Pflanze wichtigen physischen Schutz und essentielle Nahrungsressourcen für die lokale Wildtierpopulation.
  • Das Holz kann vereinzelt für einfache ländliche Konstruktionen oder als Brennholz verwendet werden, spielt aber kommerziell weltweit keine große Rolle.

Interessante Fakten

  • Die wissenschaftliche Erstbeschreibung dieser Art geht auf den schottischen Botaniker George Gardner zurück, wurde jedoch erst im Jahr 1848 von Jules Émile Planchon gültig publiziert.
  • Aufgrund ihrer teilweise extrem kletternden Wuchseigenschaften kann die Pflanze dichte Dickichte bilden, die für größere Säugetiere kaum zu durchdringen sind.
  • Sie toleriert eine breite Palette an Klimazonen, von den tropischen Vorbergen der Anden bis hin zu den subtropischen Regionen Südbrasiliens.

Verbreitungsgebiet

  • Brasilien
  • Argentinien
  • Bolivien
  • Paraguay
  • Kolumbien
  • Peru

Natürliche Varietäten

Quellen

  • Plants of the World Online (POWO)
  • Global Biodiversity Information Facility (GBIF)
  • Tropicos

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

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