Rauhblättriger Zürgelbaum (Celtis asperifolia)

Zürgelbaum
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Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Celtis asperifolia (Zürgelbaum): Botanik & Eigenschaften

Im feuchten Halbschatten der indonesischen und philippinischen Regenwälder entfaltet Celtis asperifolia seine charakteristischen, rauen Blätter. Dieser tropische Baum fügt sich als stiller Beobachter in die dichte, immergrüne Flora Südostasiens ein. Die seltene Art offenbart die immense Vielfalt der regionalen Waldökosysteme.

Botanisch gehört Celtis asperifolia zur Familie der Hanfgewächse (Cannabaceae), wird jedoch historisch oft mit den Ulmengewächsen in Verbindung gebracht. In der aktuellen Systematik gilt der Name als Synonym für Celtis rigescens. Die Pflanze bevorzugt feuchtwarme Klimate und gedeiht vorwiegend in tieferen Lagen, wo sie zur Stabilisierung des Bodens beiträgt.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms
  • eudicots
  • Superrosids
  • rosids
  • Ordnung Rosales
  • Familie Cannabaceae (Hanfgewächse)
  • Gattung Celtis (Zürgelbäume)
  • Art Celtis asperifolia (Rauhblättriger Zürgelbaum)

Lebendiger Puls

Morphologie

Die morphologischen Merkmale von Celtis asperifolia spiegeln die Anpassung an feuchttropische Bedingungen wider. Der Baum zeichnet sich durch eine robuste Wuchsform und eine stark verzweigte Krone aus.

  • Blätter: Das namensgebende Merkmal („asperifolia“) sind die rauen, fast sandpapierartigen Blattoberseiten. Die Blätter stehen wechselständig und weisen die für die Gattung typischen drei ausgeprägten Hauptnerven an der asymmetrischen Basis auf.
  • Blüten: Die Blüten sind klein, unscheinbar und meist von grünlicher oder gelblicher Färbung. Sie erscheinen in kleinen Büscheln und sind oft windbestäubt.
  • Früchte: Wie andere Arten der Gattung bildet auch dieser Baum kleine, kugelige Steinfrüchte (Drupen) aus. Diese dienen verschiedenen tropischen Vogelarten als wichtige Nahrungsquelle.
  • Rinde: Die Rinde ist meist gräulich und kann bei älteren Exemplaren eine leicht rissige Struktur aufweisen.

Anwendungen

In seinem natürlichen Verbreitungsgebiet ist Celtis asperifolia primär von ökologischer Bedeutung. Eine gezielte wirtschaftliche Nutzung auf globaler Ebene ist kaum dokumentiert.

  • Ökologische Rolle: Die Früchte sind eine essenzielle Nahrungsquelle für frugivore Vögel und kleine Säugetiere in den Regenwäldern Südostasiens.
  • Lokale Holznutzung: Wie bei anderen Vertretern der Gattung Celtis wird das Holz gelegentlich lokal für einfache Bauzwecke oder als Brennholz verwendet. Es gilt jedoch nicht als wertvolles Tropenholz für den Export.

Interessante Fakten

Die botanische Geschichte von Celtis asperifolia ist von systematischen Neubewertungen geprägt. Der Name wurde tief in die historische Erforschung der asiatischen Flora eingebunden.

  • Taxonomische Einordnung: Ursprünglich wurde die Art von dem amerikanischen Botaniker Elmer Drew Merrill beschrieben, der im frühen 20. Jahrhundert viele Pflanzen der Philippinen katalogisierte. Heute wird der Name von wissenschaftlichen Datenbanken als Synonym für Celtis rigescens geführt.
  • Bedeutung des Namens: Das spezifische Epitheton „asperifolia“ setzt sich aus den lateinischen Wörtern „asper“ (rau) und „folium“ (Blatt) zusammen. Es verweist auf die markante Textur des Laubs.
  • Verbreitungsschwerpunkt: Obwohl die Art in einem weiten Bogen von der Malaiischen Halbinsel über Borneo und die Philippinen bis nach Neuguinea und den Salomonen vorkommt, tritt sie meist nur verstreut auf.

Verbreitungsgebiet

  • Malaysia
  • Indonesien
  • Philippinen
  • Papua-Neuguinea
  • Salomonen

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

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