Zweiblüten-Zürgelbaum (Celtis biflora)

Zweiblütiger Zürgelbaum Iguana hackberry
Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Celtis biflora: Taxonomie, Merkmale und Verbreitung in Amerika

Historische botanische Aufzeichnungen führen den Namen Celtis biflora als eigenständige Art, bevor moderne taxonomische Revisionen sie als Synonym für die weitreichende Celtis iguanaea erkannten. Diese taxonomische Zusammenlegung spiegelt die enorme Formenvielfalt und die breite geografische Verbreitung dieses Mitglieds der Familie der Hanfgewächse (Cannabaceae) wider.

Die ursprüngliche Artbeschreibung deutete auf spezifische Blütenmerkmale hin, jedoch stellte sich bei intensiveren Feldstudien heraus, dass diese Merkmale vollständig innerhalb der natürlichen Variationsbreite der übergeordneten Art liegen. Heute wird dieser Name vor allem in historischen Florenwerken studiert.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms
  • eudicots
  • Superrosids
  • rosids
  • Ordnung Rosales
  • Familie Cannabaceae (Hanfgewächse)
  • Gattung Celtis (Zürgelbäume)
  • Art Celtis biflora (Zweiblüten-Zürgelbaum)

Lebendiger Puls

Morphologie

Typisch für Pflanzen, die einst unter diesem Namen klassifiziert wurden, ist der strauchartige oder stark rankende Wuchs, der oft durch gebogene Dornen an den Zweigen unterstützt wird. Die rauen, leicht asymmetrischen Blätter zeigen die für die gesamte Gattung charakteristische Nervatur mit drei Hauptadern, die sich von der Basis abzweigen.

Der spezifische Artname biflora verweist auf den Blütenstand, der paarweise in den Blattachseln sitzt. Die daraus hervorgehenden Steinfrüchte sind rundlich und locken im vollreifen Zustand mit ihrer auffälligen orangefarbenen Schale zahlreiche Tiere an.

Anwendungen

In ihrem natürlichen Habitat spielt die Pflanze eine zentrale Rolle für die lokale Biodiversität, indem sie zuverlässige Nahrung und Zuflucht bietet. Die dichten, wehrhaften Hecken, die sie bei freiem Wuchs bilden kann, dienen als natürliche Barriere und begehrter Nistplatz für Vögel.

Ethnobiologische Daten belegen gelegentliche Nutzungen der Früchte durch indigene Bevölkerungen in Südamerika. Das Holz wird aufgrund seiner schwierigen Beschaffenheit meist nur als unkompliziertes Feuerholz oder für kleine Werkzeuge verwendet.

Interessante Fakten

Die Namensgebung in der Botanik ist oft einem stetigen Wandel unterworfen, und der Fall von Celtis biflora zeigt exemplarisch, wie frühe historische Beobachtungen schrittweise in das heutige Verständnis der Cannabaceae integriert wurden. Der Entdecker, der die Art ursprünglich beschrieb, stützte sich vermutlich auf ein lokales Einzelexemplar mit auffällig paarig angeordneten Blüten.

Das Verbreitungsgebiet dieser widerstandsfähigen Pflanze erstreckt sich über vielfältige subtropische Klimazonen, von trockenen Dornbuschwäldern bis hin zu wesentlich feuchteren Waldrändern.

Verbreitungsgebiet

  • Brasilien
  • Mexiko
  • Kolumbien
  • Paraguay
  • Bolivien
  • Nicaragua

Quellen

  • World Flora Online (WFO)
  • Global Biodiversity Information Facility (GBIF)
  • Plants of the World Online (POWO)

Technische Information

Externe Datenbanken: POWO, Tropicos

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