Chinesischer Zürgelbaum (Celtis chinensis)

Каркас Бунге
Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Celtis chinensis (Chinesischer Zürgelbaum) – Merkmale und Nutzung

Ostasiatische Laubwälder sind die natürliche Heimat von Celtis chinensis, einer imposanten Baumart aus der Familie der Hanfgewächse (Cannabaceae). In seiner Heimatregion prägt dieser Laubbaum sowohl natürliche Landschaften als auch urbane Räume durch sein kräftiges Wachstum und seine ausladende Krone. Die Art hat sich im Laufe der Evolution hervorragend an die gemäßigten bis subtropischen Klimazonen Asiens angepasst.

Aufgrund seiner enormen Robustheit wird der Baum häufig in städtischen Gebieten gepflanzt, da er tolerant gegenüber Luftverschmutzung und widrigen Bodenbedingungen ist. Er besitzt zudem eine tiefgreifende kulturelle Bedeutung in Ostasien, wo er in der traditionellen Gartengestaltung stark geschätzt wird.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms
  • eudicots
  • Superrosids
  • rosids
  • Ordnung Rosales
  • Familie Cannabaceae (Hanfgewächse)
  • Gattung Celtis (Zürgelbäume)
  • Art Celtis chinensis (Chinesischer Zürgelbaum)

Lebendiger Puls

Morphologie

Im ausgewachsenen Zustand erreicht Celtis chinensis Wuchshöhen von bis zu 20 Metern. Der kräftige Stamm ist von einer glatten, silbergrauen Rinde bedeckt, die im hohen Alter flache Furchen bilden kann. Die wechselständigen Laubblätter sind eiförmig bis eiförmig-lanzettlich, besitzen eine auffällig asymmetrische Basis und einen zugespitzten Apex.

Der Blattrand ist meist in der oberen Hälfte deutlich gesägt. Im Frühjahr bilden sich unscheinbare, grünliche Blüten, die vorwiegend durch den Wind bestäubt werden. Aus diesen entwickeln sich kugelige Steinfrüchte, die bei Reife eine auffällige orangefarbene bis rotbraune Färbung annehmen.

Blütezeit

Frühling

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Name
Dez

Anwendungen

Das harte und widerstandsfähige Holz von Celtis chinensis wird in seinen Ursprungsländern lokal für Tischlerarbeiten und die Herstellung von landwirtschaftlichen Geräten genutzt. In der asiatischen Forstwirtschaft spielt die Art eine wichtige Rolle bei der Aufforstung und der Stabilisierung erodierender Böden.

Eine besonders prominente Verwendung findet die Pflanze in der traditionellen Bonsaikunst. Dank ihrer hohen Schnittverträglichkeit und der feinen Verzweigung der Äste lassen sich aus ihr hervorragende Miniaturlandschaften gestalten.

Interessante Fakten

Die orangefarbenen Steinfrüchte bieten eine essenzielle Nahrungsquelle für zahlreiche Vogelarten, die im Gegenzug für die weite Verbreitung der Samen sorgen. In der Systematik der Pflanzen wurde die gesamte Gattung Celtis lange Zeit fälschlicherweise den Ulmengewächsen (Ulmaceae) zugeordnet.

Verbreitungsgebiet

  • China
  • Japan
  • South Korea
  • Taiwan

Quellen

  • Plants of the World Online (POWO)
  • Flora of China (eFloras)
  • Global Biodiversity Information Facility (GBIF)

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

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