Ehrenberg-Zürgelbaum (Celtis ehrenbergiana)

Tala Desert hackberry Spiny hackberry

Celtis ehrenbergiana: Botanische Merkmale und Ökologie

Den rauen Bedingungen trockener Wüsten und Schluchten von den südlichen USA bis ins zentrale Südamerika trotzt Celtis ehrenbergiana mit bemerkenswerter Widerstandsfähigkeit. Dieses Gehölz aus der Familie der Hanfgewächse (Cannabaceae) wächst je nach Wasserverfügbarkeit als dichter, dorniger Strauch oder erreicht als Baum Wuchshöhen von bis zu 12 Metern. In Landschaften wie dem Gran Chaco oder den argentinischen Pampas prägt die Pflanze maßgeblich die Vegetation und bildet oft dichte, undurchdringliche Gebüsche, die als „Talares“ bekannt sind.

Die Art zeichnet sich durch ihre beachtliche Trockenheitstoleranz aus und besiedelt bevorzugt kalkhaltige, gut durchlässige Böden. Ihr tiefes und weitreichendes Wurzelsystem ermöglicht es ihr, auch in ariden Zonen erfolgreich zu gedeihen und lange Dürreperioden unbeschadet zu überstehen.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms
  • eudicots
  • Superrosids
  • rosids
  • Ordnung Rosales
  • Familie Cannabaceae (Hanfgewächse)
  • Gattung Celtis (Zürgelbäume)
  • Art Celtis ehrenbergiana (Ehrenberg-Zürgelbaum)

Lebendiger Puls

Morphologie

Der Wuchs ist stark verzweigt, wobei die Äste ein auffälliges Zickzack-Muster bilden und in den Blattachseln mit bis zu 15 Millimeter langen, paarigen Dornen besetzt sind. Die Rinde ist bei jüngeren Exemplaren hellgrau bis bräunlich und löst sich bei älteren Bäumen oftmals in dünnen Schuppen ab.

Die einfachen, wechselständig angeordneten Blätter sind für die Gattung relativ klein, eiförmig und erreichen eine Größe von bis zu 35 mal 20 Millimetern. An der Basis sind sie abgerundet, während der Blattrand in der apikalen Hälfte auffällig gesägt ist.

Im Frühjahr erscheinen kleine, unscheinbare Blüten mit einem Durchmesser von etwa 2 Millimetern in gelben oder grünlichen Tönen, die in zymösen Blütenständen von drei bis fünf Einzelblüten gebündelt sind. Daraus entwickeln sich eiförmige, etwa 7 Millimeter große Steinfrüchte, die zur Reife eine leuchtend orange, gelbe oder rote Färbung annehmen.

Blütezeit

Frühling

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Name
Dez

Anwendungen

Das Holz dieser Art ist außergewöhnlich hart und schwer, was es ideal für langlebige Gegenstände macht. Aufgrund des oft gewundenen und kurzen Stammes eignet es sich zwar nicht für große Konstruktionen, wird jedoch für kleine Tischlerarbeiten, Werkzeugstiele sowie als erstklassiges Brennholz und zur Holzkohlegewinnung sehr geschätzt.

Die kleinen, fleischigen Steinfrüchte sind süß und essbar, haben aber im heutigen Handel kaum noch kommerziellen Wert. Darüber hinaus hat der Baum eine immense ökologische Bedeutung, da sein dichtes Kronendach zahlreichen Vogelarten Nistplätze bietet und seine Blätter als essenzielle Nahrung für Raupen diverser Schmetterlingsarten dienen.

Interessante Fakten

Im August 2015 wurde die Pflanze von der Legislative in Buenos Aires aufgrund ihrer historischen und kulturellen Bedeutung offiziell zum emblematischen Baum der argentinischen Hauptstadt erklärt. Zahlreiche Stadtviertel, Flüsse und Ortschaften in Argentinien und Uruguay verdanken ihren Namen der charakteristischen Präsenz dieses Baumes in der jeweiligen Region.

Verbreitungsgebiet

  • Vereinigte Staaten
  • Mexiko
  • Brasilien
  • Argentinien
  • Bolivien
  • Paraguay
  • Uruguay

Natürliche Varietäten

Quellen

  • POWO (Plants of the World Online)
  • GBIF (Global Biodiversity Information Facility)
  • WFO (World Flora Online)
  • Flora of North America

Technische Information

Taxonsynonyme: Celtis pallida

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

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