Ehrenbergs Zürgelbaum Zweifarbiger
Eine Varietät des amerikanischen Zürgelbaums, deren Blätter eine charakteristische farbliche Differenzierung aufweisen.
Den rauen Bedingungen trockener Wüsten und Schluchten von den südlichen USA bis ins zentrale Südamerika trotzt Celtis ehrenbergiana mit bemerkenswerter Widerstandsfähigkeit. Dieses Gehölz aus der Familie der Hanfgewächse (Cannabaceae) wächst je nach Wasserverfügbarkeit als dichter, dorniger Strauch oder erreicht als Baum Wuchshöhen von bis zu 12 Metern. In Landschaften wie dem Gran Chaco oder den argentinischen Pampas prägt die Pflanze maßgeblich die Vegetation und bildet oft dichte, undurchdringliche Gebüsche, die als „Talares“ bekannt sind.
Die Art zeichnet sich durch ihre beachtliche Trockenheitstoleranz aus und besiedelt bevorzugt kalkhaltige, gut durchlässige Böden. Ihr tiefes und weitreichendes Wurzelsystem ermöglicht es ihr, auch in ariden Zonen erfolgreich zu gedeihen und lange Dürreperioden unbeschadet zu überstehen.
Der Wuchs ist stark verzweigt, wobei die Äste ein auffälliges Zickzack-Muster bilden und in den Blattachseln mit bis zu 15 Millimeter langen, paarigen Dornen besetzt sind. Die Rinde ist bei jüngeren Exemplaren hellgrau bis bräunlich und löst sich bei älteren Bäumen oftmals in dünnen Schuppen ab.
Die einfachen, wechselständig angeordneten Blätter sind für die Gattung relativ klein, eiförmig und erreichen eine Größe von bis zu 35 mal 20 Millimetern. An der Basis sind sie abgerundet, während der Blattrand in der apikalen Hälfte auffällig gesägt ist.
Im Frühjahr erscheinen kleine, unscheinbare Blüten mit einem Durchmesser von etwa 2 Millimetern in gelben oder grünlichen Tönen, die in zymösen Blütenständen von drei bis fünf Einzelblüten gebündelt sind. Daraus entwickeln sich eiförmige, etwa 7 Millimeter große Steinfrüchte, die zur Reife eine leuchtend orange, gelbe oder rote Färbung annehmen.
Frühling
Das Holz dieser Art ist außergewöhnlich hart und schwer, was es ideal für langlebige Gegenstände macht. Aufgrund des oft gewundenen und kurzen Stammes eignet es sich zwar nicht für große Konstruktionen, wird jedoch für kleine Tischlerarbeiten, Werkzeugstiele sowie als erstklassiges Brennholz und zur Holzkohlegewinnung sehr geschätzt.
Die kleinen, fleischigen Steinfrüchte sind süß und essbar, haben aber im heutigen Handel kaum noch kommerziellen Wert. Darüber hinaus hat der Baum eine immense ökologische Bedeutung, da sein dichtes Kronendach zahlreichen Vogelarten Nistplätze bietet und seine Blätter als essenzielle Nahrung für Raupen diverser Schmetterlingsarten dienen.
Im August 2015 wurde die Pflanze von der Legislative in Buenos Aires aufgrund ihrer historischen und kulturellen Bedeutung offiziell zum emblematischen Baum der argentinischen Hauptstadt erklärt. Zahlreiche Stadtviertel, Flüsse und Ortschaften in Argentinien und Uruguay verdanken ihren Namen der charakteristischen Präsenz dieses Baumes in der jeweiligen Region.
Eine Varietät des amerikanischen Zürgelbaums, deren Blätter eine charakteristische farbliche Differenzierung aufweisen.
Celtis brasiliensis
Ein laubabwerfender Baum oder kletternder Strauch aus Südamerika, der zur Familie der Hanfgewächse gehört.
Celtis gomphophylla
Ein weit verbreiteter Baum aus der Familie der Hanfgewächse, der in vielen Teilen Afrikas heimisch …
Celtis madagascariensis
Ein sommergrüner Baum aus der Familie der Hanfgewächse (Cannabaceae), der endemisch auf Madagaskar vorkommt.
Celtis aurantiaca
Ein laubabwerfender Baum aus der Familie der Hanfgewächse, der in Ostasien beheimatet ist.