Fluminense-Zürgelbaum (Celtis fluminensis)

Brasilianischer Zürgelbaum Celtis brasiliensis
Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Celtis fluminensis (Celtis brasiliensis): Ein Blick auf den südamerikanischen Baum

In den dichten, artenreichen Ökosystemen Südamerikas findet man Celtis fluminensis, einen Namen, der in der aktuellen Systematik meist als primäres Synonym für Celtis brasiliensis betrachtet wird. Das lateinische Epitheton fluminensis ist geografisch stark geprägt und verweist historisch auf die Region um den Bundesstaat Rio de Janeiro, wo erste prägende Exemplare wissenschaftlich gesammelt wurden.

Als fester Bestandteil der Familie der Hanfgewächse (Cannabaceae) fügt sich diese Art nahtlos in die komplexe Flora der südamerikanischen Tropen ein. Im Gegensatz zu kletternden Verwandten tritt sie in den heimischen Wäldern häufig als robuster und schattenspendender Baum in Erscheinung.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms
  • eudicots
  • Superrosids
  • rosids
  • Ordnung Rosales
  • Familie Cannabaceae (Hanfgewächse)
  • Gattung Celtis (Zürgelbäume)
  • Art Celtis fluminensis (Fluminense-Zürgelbaum)

Lebendiger Puls

Morphologie

Im Gegensatz zu vielen strauchigen Arten wächst dieser Vertreter häufiger als stattlicher Baum, der eine dichte und ausladende Krone entwickelt. Der Hauptstamm ist mit einer relativ glatten, grauen Rinde bedeckt, die erst im hohen Alter tiefere Furchen aufweisen kann. Die Laubblätter sind wechselständig angeordnet, besitzen eine leicht ledrige Textur und sind am Rand oft fein gezähnt.

Die Fortpflanzungsorgane sind optisch unscheinbar; die kleinen, überwiegend windbestäubten Blüten entwickeln sich schließlich zu kugelig-fleischigen Steinfrüchten. Diese kleinen Beerenfrüchte sind im vollreifen Zustand eine begehrte und energiereiche Nahrungsquelle für baumbewohnende Säugetiere.

Anwendungen

Das widerstandsfähige Holz dieser Bäume wird in den Herkunftsregionen gelegentlich für den lokalen Hausbau oder die Herstellung von landwirtschaftlichen Werkzeugen genutzt, wenngleich es im globalen Handel keine Beachtung findet. Die tiefe und feste Verwurzelung der Bäume hilft zudem essenziell, gefährliche Bodenerosion an feuchten Hanglagen zu verhindern.

Einige sehr lokale Traditionen nutzen wässrige Extrakte aus der Rinde oder den Blättern, wobei das wissenschaftliche Hauptaugenmerk in der Regel auf der starken ökologischen Rolle der Art innerhalb des Nahrungsnetzes liegt.

Interessante Fakten

Das klassische lateinische Wort fluminensis bedeutet wörtlich übersetzt „vom Fluss“ oder in einem engeren geografischen Sinne „aus Rio de Janeiro stammend“. Dieser Name spiegelt die enge historische Verbindung der botanischen Forschungsexpeditionen im 19. Jahrhundert mit der damaligen brasilianischen Hauptstadt wider.

Trotz der anfänglichen morphologischen Verwechslungsgefahr innerhalb der Gattung halfen moderne DNA-Analysen in den letzten Jahren enorm dabei, die komplexe Verwandtschaft dieser speziellen Art präzise zu klären und ihre Position innerhalb der Cannabaceae endgültig zu festigen.

Verbreitungsgebiet

  • Brasilien
  • Argentinien
  • Kolumbien
  • Peru
  • Venezuela
  • Guyana
  • Ecuador

Quellen

  • Plants of the World Online (POWO)
  • Global Biodiversity Information Facility (GBIF)
  • World Flora Online (WFO)

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

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