Japanischer Zürgelbaum (Celtis jessoensis)

Ezo-Zürgelbaum Japanese hackberry
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Celtis jessoensis (Japanischer Zürgelbaum): Merkmale & Ökologie

Die temperierten Wälder Ostasiens beheimaten mit Celtis jessoensis einen stattlichen und ökologisch überaus wertvollen Laubbaum. Die Art gedeiht in den Flusstälern und an den Berghängen Japans sowie weiten Teilen der koreanischen Halbinsel. Der wissenschaftliche Name leitet sich von einer archaischen Bezeichnung für die japanische Nordinsel Hokkaido ab, die ehemals „Yezo“ oder „Jesso“ genannt wurde.

Innerhalb der Familie der Hanfgewächse (Cannabaceae) zeichnet sich dieser Baum durch ein schnelles, kräftiges Wachstum und eine ausladende Krone aus. Er prägt das Landschaftsbild vieler Waldökosysteme und bietet unzähligen Tierarten einen wichtigen Lebensraum.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms
  • eudicots
  • Superrosids
  • rosids
  • Ordnung Rosales
  • Familie Cannabaceae (Hanfgewächse)
  • Gattung Celtis (Zürgelbäume)
  • Art Celtis jessoensis (Japanischer Zürgelbaum)

Lebendiger Puls

Morphologie

Als sommergrüner Baum erreicht Celtis jessoensis eine beeindruckende Wuchshöhe von 20 bis 25 Metern. Die wechselständig angeordneten Blätter weisen eine elliptische Form auf, werden 5 bis 9 Zentimeter lang sowie 3 bis 4 Zentimeter breit und besitzen einen scharf gesägten Blattrand. Die Blattoberfläche ist tiefgrün, während die Unterseite bläulich-grün gefärbt und an den Blattadern leicht flaumig behaart ist.

Die Art bildet polygame Blütenstrukturen aus, bei denen sich eingeschlechtliche und zwittrige Blüten am selben Baum befinden. Im Herbst reifen nach der Bestäubung kugelige Steinfrüchte heran, die im reifen Zustand eine markante, glänzend schwarze Färbung annehmen.

Blütezeit

Im späten Frühling

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Name
Dez

Anwendungen

Das widerstandsfähige Holz von Celtis jessoensis wird lokal zur Herstellung von Werkzeugstielen, kleinen Gerätschaften und traditionell auch als hochwertiges Brennholz geschätzt. In der modernen Forstwirtschaft spielt der Baum eine Rolle bei der Wiederaufforstung von degradierten Flächen.

Die dunklen Steinfrüchte sind für Vögel äußerst attraktiv und können gelegentlich auch vom Menschen verzehrt werden. Dank seiner schattenspendenden Krone wird er in Ostasien zunehmend als Park- und Alleebaum im urbanen Raum gepflanzt.

Interessante Fakten

In der Entomologie ist Celtis jessoensis als essenzielle Raupenfutterpflanze bekannt. Die Blätter dienen unter anderem den Larven des Großen Schillerfalters (Sasakia charonda) – dem National-Schmetterling Japans – als lebenswichtige Nahrungsquelle.

Die botanische Erstbeschreibung erfolgte im Jahr 1913 durch den japanischen Botaniker Gen-Iti Koidzumi. Eine besondere, auf der Insel Jeju-do (Südkorea) heimische Form mit deutlich schmaleren Blättern wird systematisch als Varietät Celtis jessoensis var. angustifolia geführt.

Verbreitungsgebiet

  • Japan
  • Südkorea
  • Nordkorea

Natürliche Varietäten

Quellen

  • Flora of Japan: Morphologische Daten und Verbreitung
  • GBIF: Taxonomische Informationen zu Celtis jessoensis
  • POWO (Plants of the World Online): Systematik

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

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