Blasser Zürgelbaum Zweifarbiger
Eine bedornte, strauchartige Varietät, die an trockene und halbtrockene Lebensräume angepasst ist.
Celtis pallida, im Südwesten Nordamerikas und in Mexiko meist als Granjeno oder Wüsten-Zürgelbaum bekannt, ist ein dicht verzweigter, wehrhafter Strauch oder kleiner Baum der trockenen Buschländer und Halbwüsten. Das lateinische Art-Epitheton pallida bedeutet „blass“ oder „bleich“ und beschreibt den graugrünen, das grelle Sonnenlicht reflektierenden Farbton seiner rauen Blätter und der hellen Rinde.
Die Art gehört zur Familie der Hanfgewächse (Cannabaceae) und wurde 1859 vom US-amerikanischen Botaniker John Torrey im Rahmen der berühmten Grenzvermessungsexpedition zwischen den USA und Mexiko wissenschaftlich erstbeschrieben. In manchen Florenwerken wird das Taxon auch als Unterart von Celtis ehrenbergiana geführt, während zahlreiche Datenbanken wie GRIN und GBIF den Artrang Celtis pallida beibehalten.
Celtis pallida wächst als sparriger, oft mehrstämmiger Strauch oder kleiner Baum von 1 bis 6 Metern Höhe, dessen graue, im Zickzack-Muster verlaufende Zweige mit paarigen oder einzeln stehenden, scharfen Dornen bewehrt sind. Diese kräftigen Sprossdornen sind umgewandelte Kurztriebe, die bis zu 2,5 Zentimeter lang werden und selbst gelegentlich kleine Blätter tragen können.
Frühling bis Spätsommer (oft nach den saisonalen Regenfällen)
Die reifen, orangegelben Steinfrüchte von Celtis pallida sind essbar und wurden von indigenen Völkern der Sonora- und Chihuahua-Wüste wie den Seri, Pima und Tohono O'odham frisch verzehrt, zu Mus zerstoßen oder für den Wintervorrat getrocknet. Das harte, zähe Holz diente zudem lokal als hochwertiges Brennholz sowie zur Anfertigung von Werkzeuggriffen und Zaunpfählen.
Im modernen, wassersparenden Landschaftsbau (Xeriscaping) der trockenen Südstaaten der USA wird der Strauch heute gezielt als dornige Schutzhecke, Erosionsschutzpflanze und hitzetolerantes Vogelschutzgehölz kultiviert.
Um in der glühenden Hitze der Sonora- und Chihuahua-Wüste zu bestehen, verknüpft Celtis pallida seinen Verdunstungsschutz mit einer ungewöhnlichen Partnerschaft für die Samenverbreitung. Die namensgebende blasse Färbung (pallida) entsteht durch eine dichte Auflage winziger, rauer Borstenhaare auf der Blattoberfläche, die das Sonnenlicht streuen und eine dünne, unbewegte Luftschicht direkt über den Spaltöffnungen festhalten, wodurch der Wasserverlust im trockenen Wüstenwind drastisch sinkt.
Eine bedornte, strauchartige Varietät, die an trockene und halbtrockene Lebensräume angepasst ist.
Taxonsynonyme: Celtis tala f. subtomentosa, Celtis spinosa var. pallida, Celtis tala var. pallida, Celtis tala f. subpilosa, Momisia lancifolia, Momisia pallida
Celtis brasiliensis
Ein laubabwerfender Baum oder kletternder Strauch aus Südamerika, der zur Familie der Hanfgewächse gehört.
Celtis gomphophylla
Ein weit verbreiteter Baum aus der Familie der Hanfgewächse, der in vielen Teilen Afrikas heimisch …
Celtis caudata
Celtis caudata ist eine Pflanzenart der Gattung Celtis innerhalb der Familie der Hanfgewächse (Cannabaceae).
Celtis chichape
Celtis chichape ist ein immergrüner Strauch oder kleiner Baum aus der Familie der Hanfgewächse (Cannabaceae).