Brasilianischer Zürgelbaum
Celtis brasiliensis
Ein laubabwerfender Baum oder kletternder Strauch aus Südamerika, der zur Familie der Hanfgewächse gehört.
Celtis prantlii ist ein immergrüner Strauch oder kleiner bis mittelgroßer Baum aus dem Unterholz und den unteren Kronenschichten der feuchten Tropenwälder West- und Zentralafrikas. Die Pflanze zeichnet sich durch glatte, ledrige Blätter mit drei markanten Hauptnerven ab der Basis und kleine Steinfrüchte aus, während ihr Artname den deutschen Botaniker Karl Anton Eugen Prantl ehrt.
Botanisch gehört die Art in die Familie der Hanfgewächse (Cannabaceae) und wurde 1902 von Franz Priemer und Adolf Engler wissenschaftlich erstbeschrieben. In modernen Florenwerken und Datenbanken wie Plants of the World Online wird das Taxon heute meist als Synonym des weiter gefassten afrikanischen Zürgelbaums Celtis philippensis (oft unter der Varietät Celtis philippensis var. wightii) geführt.
Die Pflanze wächst je nach Standort als verzweigter Strauch oder als Baum, der in geschlossenen Waldbeständen meist Höhen von 4 bis 15 Metern erreicht, in seltenen Fällen auch bis zu 20 Meter. Größere Exemplare bilden an der Stammbasis oft kurze, brettartige Wurzelanläufe aus, während die glatte bis fein schuppige Borke eine hellgraue bis graugrüne Färbung zeigt.
Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind ein zuverlässiges Erkennungsmerkmal im sterilen Zustand. Sie besitzen eine derbe, fast ledrige Textur und weisen im Detail folgende Eigenschaften auf:
Die unscheinbaren, grünlich-weißen Blüten stehen in kleinen, achselständigen Zymen — kurz gestielten, verzweigten Blütenständen in den Blattachseln. Die Pflanze ist polygamomonözisch, trägt also auf demselben Individuum sowohl rein männliche als auch zwittrige Blüten mit einem oberständigen Fruchtknoten und zwei sitzenden Narbenästen.
Nach der Bestäubung reifen einsamige, eiförmige bis fast kugelige Steinfrüchte heran, die eine Länge von etwa 6 bis 10 Millimetern erreichen. Zur Reifezeit färbt sich das dünne Fruchtfleisch von Grün über Gelb bis hin zu leuchtendem Orangerot und umschließt einen harten, netzartig skulpturierten Steinkern (Endokarp).
In den feuchten Tropen blüht die Art meist zu Beginn der Regenzeit, oft zwischen Januar und Mai sowie erneut im Spätsommer je nach regionalem Niederschlagsregime.
In den ländlichen Regionen West- und Zentralafrikas wird das helle, gelblich-weiße und recht zähe Holz lokal genutzt. Da die Stämme meist nur geringe bis mittlere Durchmesser erreichen, dient es vor allem als Bauholz für Hüttenpfähle, zur Herstellung von Werkzeugstielen sowie als Brennholz und zur Gewinnung von Holzkohle.
In der traditionellen afrikanischen Volksmedizin finden Abkochungen der Rinde und Blätter gelegentlich Verwendung zur Linderung von Fieber und Magen-Darm-Beschwerden. Zudem ist die Art in botanischen Sammlungen und Herbarien ein wichtiges Referenzobjekt zur Erforschung der komplexen Verwandtschaftsverhältnisse innerhalb der tropischen Zürgelbäume.
Im dichten, schattigen Unterholz äquatorialer Regenwälder herrscht ein ständiger Überschuss an Luftfeuchtigkeit, gepaart mit heftigen täglichen Tropengüssen. Ein dauerhaft nasser Wasserfilm auf dem Blatt würde den Gasaustausch über die Spaltöffnungen blockieren und die Ansiedlung von Moosen, Flechten und parasitischen Pilzen (Epiphyllen) fördern, die dem Blatt das knappe Restlicht rauben.
Um dieses Problem zu lösen, greifen bei Celtis prantlii mehrere anatomische Details präzise ineinander:
Auch bei der Ausbreitung der Samen zeigt sich eine ähnlich genaue Abstimmung auf den Lebensraum im Waldinneren, wo kaum Wind weht. Statt auf Flügel zu setzen, bildet der Baum zur Reifezeit auffällig orangerote Steinfrüchte, die fruchtfressende Waldvögel und Affen anlocken, während der steinharte, mineralisierte Kern im Inneren den Samen unbeschadet durch den Verdauungstrakt der Tiere schleust.
Taxonsynonyme: Celtis solenostigma, Celtis rendleana, Celtis brownii, Celtis insularis, Celtis scotellioides
Celtis brasiliensis
Ein laubabwerfender Baum oder kletternder Strauch aus Südamerika, der zur Familie der Hanfgewächse gehört.
Celtis gomphophylla
Ein weit verbreiteter Baum aus der Familie der Hanfgewächse, der in vielen Teilen Afrikas heimisch …
Celtis caudata
Celtis caudata ist eine Pflanzenart der Gattung Celtis innerhalb der Familie der Hanfgewächse (Cannabaceae).
Celtis chichape
Celtis chichape ist ein immergrüner Strauch oder kleiner Baum aus der Familie der Hanfgewächse (Cannabaceae).