Brasilianischer Zürgelbaum
Celtis brasiliensis
Ein laubabwerfender Baum oder kletternder Strauch aus Südamerika, der zur Familie der Hanfgewächse gehört.
Celtis pubescens ist ein wuchskräftiger, oft spreizklimmender Strauch oder kleiner Baum, der in den Wäldern, Savannen und Flussufern des tropischen und subtropischen Amerikas weit verbreitet ist. Das lateinische Art-Epitheton pubescens bedeutet „flaumig behaart“ und verweist auf den feinen Haarfilz an den jungen Zweigen und Blattunterseiten, während die gebogenen Dornen der Pflanze helfen, sich im dichten Kronendach festzuhaken.
Die Art gehört zur Familie der Hanfgewächse (Cannabaceae) und wurde im Jahr 1817 vom deutschen Botaniker Karl Sigismund Kunth auf Grundlage der südamerikanischen Forschungsreisen von Alexander von Humboldt und Aimé Bonpland erstbeschrieben. In der botanischen Literatur ist dieses vielgestaltige Taxon eng mit dem bekannten Namen Celtis iguanaea verknüpft und wird je nach taxonomischer Auffassung als eigenständige Art oder als Teil dieses neotropischen Artkomplexes geführt.
Die Pflanze zeigt eine bemerkenswerte Wuchsform-Plastizität: Im offenen Gelände wächst sie als dicht verzweigter Strauch oder kleiner Baum mit bis zu zwölf Metern Höhe, im dichten Waldbestand hingegen als Spreizklimmer (eine Kletterpflanze, die sich mit langen, biegsamen Trieben und Dornen in Nachbarbäumen verankert). Die Zweige sind meist im Zickzack-Muster angeordnet und tragen an den Knoten einzelne oder paarige, leicht gekrümmte Stipulardornen (zu Dornen umgewandelte Nebenblätter).
Die Pflanze ist polygamomonözisch, trägt also auf demselben Individuum sowohl unscheinbare männliche als auch zwittrige, grünlich-gelbe Blüten in kleinen, achselständigen Trugdolden. Die fünfzählige Blütenhülle ist unscheinbar, da der Pollen vorwiegend durch den Wind und kleine Insekten übertragen wird.
Nach der Blüte reifen eiförmige bis fast kugelige, etwa einen Zentimeter große Steinfrüchte heran, die sich bei Reife leuchtend gelb bis orange verfärben. Unter der dünnen Haut liegt ein saftiges, süßlich-schleimiges Fruchtfleisch, das einen einzelnen, netzartig gerippten Steinkern umschließt.
Blüht je nach geographischer Breite zu Beginn der Regenzeit (in Südamerika vorwiegend von September bis Dezember).
Die reifen, süßlich schmeckenden Steinfrüchte sind für den Menschen essbar und werden in vielen ländlichen Regionen Mittel- und Südamerikas direkt vom Strauch genascht oder von indigenen Gemeinschaften gesammelt. Das zähe, biegsame Holz dient lokal zur Herstellung von Werkzeugstielen, Zaunpfählen, Fassreifen und als ergiebiges Brennholz.
In der traditionellen südamerikanischen und mexikanischen Volksmedizin werden Aufgüsse aus den Blättern, der Rinde und den Wurzeln äußerlich wie innerlich bei Verdauungsbeschwerden, Fieber und leichten Entzündungen eingesetzt. Zudem wird die Art aufgrund ihres dichten, dornigen Wuchses gelegentlich als undurchdringliche lebende Hecke zum Schutz von Weideland gepflanzt.
Im lichtarmen Unterwuchs neotropischer Wälder entscheidet der schnelle Zugang zum Sonnenlicht über das Überleben. Celtis pubescens verfügt dafür über ein präzise abgestimmtes System aus mechanischer Klettertechnik, Blattschutz und tierischer Samenverbreitung, das ihr auch den Beinamen „Leguan-Zürgelbaum“ eingebracht hat.
Diese Kombination aus mechanischer Steighilfe, wasserbewahrender Behaarung und gezielter Fruchtanpassung erlaubt es der Pflanze, selbst in dicht geschlossenen Waldbeständen ohne eigenen massiven Stamm die sonnige Kronenschicht zu erobern.
Celtis brasiliensis
Ein laubabwerfender Baum oder kletternder Strauch aus Südamerika, der zur Familie der Hanfgewächse gehört.
Celtis gomphophylla
Ein weit verbreiteter Baum aus der Familie der Hanfgewächse, der in vielen Teilen Afrikas heimisch …
Celtis caudata
Celtis caudata ist eine Pflanzenart der Gattung Celtis innerhalb der Familie der Hanfgewächse (Cannabaceae).
Celtis chichape
Celtis chichape ist ein immergrüner Strauch oder kleiner Baum aus der Familie der Hanfgewächse (Cannabaceae).