Netzblättriger Zürgelbaum (Celtis reticulata)

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Celtis reticulata: Der Netzblättrige Zürgelbaum Nordamerikas

Weite Teile des westlichen Nordamerikas beheimaten mit Celtis reticulata einen äußerst widerstandsfähigen Laubbaum. Diese Art aus der Familie der Hanfgewächse (Cannabaceae) besiedelt bevorzugt Flusstäler und steinige Hänge in Höhenlagen zwischen 500 und 1700 Metern. Von den trockenen Wüsten im Süden bis zu den Einzugsgebieten des Columbia Rivers trotzt das Gehölz extremen klimatischen Bedingungen.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms
  • eudicots
  • Superrosids
  • rosids
  • Ordnung Rosales
  • Familie Cannabaceae (Hanfgewächse)
  • Gattung Celtis (Zürgelbäume)
  • Art Celtis reticulata (Netzblättriger Zürgelbaum)

Lebendiger Puls

Botanische Illustration

Botanische Illustration
Фото: BioDivLibrary / Лицензия: CC-BY

Morphologie

Je nach Standortbedingungen wächst die Art als ausladender Strauch oder erreicht als Baum Wuchshöhen von 6 bis 9, vereinzelt bis zu 21 Metern. Die graue bis braungraue Rinde zeichnet sich durch vertikale, korkartige Rillen aus, während junge Zweige von feinen Härchen bedeckt sind.

Die ledrigen, lanzettlich bis eiförmigen Laubblätter werden 2 bis 8 Zentimeter lang. Sie fallen besonders durch ihre raue Oberseite und die deutlich ausgeprägte netzartige Aderung auf, die der Art ihr spezifisches Epitheton reticulata verlieh.

Die winzigen Blüten stehen einzeln oder in zymösen Blütenständen. Daraus entwickeln sich harte, bräunlich bis purpurfarbene Beeren mit einem Durchmesser von 5 bis 12 Millimetern, die eine dünne Schicht aus süßlichem Fruchtfleisch aufweisen.

Anwendungen

Die indigenen Völker des amerikanischen Südwestens schätzten die süßen Früchte traditionell als wichtige Nahrungsquelle. Stämme wie die Apachen und Navajo verzehrten die Beeren und Samen frisch, gemahlen oder konservierten sie für spätere Zeiten.

Heute wird der Baum in spezialisierten Baumschulen als Ziergehölz für naturnahe Landschaftsgärten kultiviert. Wegen seiner extremen Toleranz gegenüber Trockenheit eignet er sich hervorragend für ökologische Restaurierungsprojekte in ariden Gebieten.

Interessante Fakten

Paläobotanische Untersuchungen von Pollenkernen in Arizona belegen, dass diese Art bereits direkt nach der letzten Wisconsin-Kaltzeit in der Region vorkam. In der freien Natur spielen die Bäume eine essenzielle Rolle im Ökosystem. Zahlreiche Insektenarten nutzen die Blätter als Nahrung, während Maultierhirsche, Dickhornschafe und Biber die frischen Triebe fressen.

Verbreitungsgebiet

  • Vereinigte Staaten
  • Mexiko

Natürliche Varietäten

Quellen

  • POWO (Plants of the World Online)
  • GBIF (Global Biodiversity Information Facility)
  • Tropicos

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, Tropicos

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