Becher-Zürgelbaum (Celtis scotellioides)

Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Celtis scotellioides: Systematik und botanische Merkmale

Die botanische Einordnung von Celtis scotellioides verortet diese Spezies in der Familie der Hanfgewächse (Cannabaceae). Der französische Botaniker Auguste Chevalier lieferte im Jahr 1914 die erste formelle wissenschaftliche Beschreibung für diese taxonomische Einheit. Als Vertreterin der Gattung der Zürgelbäume (Celtis) teilt sie grundlegende genetische und strukturelle Eigenschaften mit anderen etablierten Arten dieser evolutionären Linie.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms
  • eudicots
  • Superrosids
  • rosids
  • Ordnung Rosales
  • Familie Cannabaceae (Hanfgewächse)
  • Gattung Celtis (Zürgelbäume)
  • Art Celtis scotellioides (Becher-Zürgelbaum)

Lebendiger Puls

Morphologie

Die Vertreter der Gattung Celtis teilen gemeinsame evolutive und strukturelle Merkmale und wachsen in der Regel als Bäume oder große Sträucher. Ihre wechselständigen und meist laubabwerfenden Blätter weisen eine charakteristische Asymmetrie an der Blattbasis sowie eine ausgeprägte Nervatur auf. Diese Blattanpassungen ermöglichen eine optimale Photosynthese in unterschiedlichen Lichtverhältnissen.

Das Gefäßsystem und die Sprossarchitektur sind robust, wobei die Rinde im Laufe der Zeit rau werden oder korkige Auswüchse bilden kann. Die Fortpflanzung erfolgt durch eine unscheinbare Blüte, aus der kleine kugelförmige Steinfrüchte hervorgehen, die einen harten Kern und eine dünne, für Tiere essbare Fruchtfleischschicht besitzen.

Interessante Fakten

Die Nomenklatur dieses Taxons zeugt von den historischen Klassifizierungsbemühungen zu Beginn des 20. Jahrhunderts zur Erfassung der weltweiten Biodiversität. Die Beteiligung des berühmten französischen Forschungsreisenden und Botanikers Auguste Jean Baptiste Chevalier unterstreicht die Bedeutung wissenschaftlicher Expeditionen für das Verständnis der tropischen Flora Afrikas.

  • Seine Zugehörigkeit zu den Cannabaceae ist das Ergebnis moderner phylogenetischer Analysen (APG), die das Taxon von der ehemaligen Familie der Ulmaceae trennten.
  • Die Früchte der Arten dieser Gattung spielen eine entscheidende Rolle in der Ernährung fruchtfressender Vögel und fördern so die Samenverbreitung durch Zoochorie.

Quellen

  • POWO (Plants of the World Online)
  • GBIF (Global Biodiversity Information Facility)
  • WFO (World Flora Online)
  • Tropicos

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

Смотрите также