Chinesischer Zürgelbaum (Celtis sinensis)

Japanischer Zürgelbaum
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Celtis sinensis: Morphologie, Verwendung und Eigenschaften

Im Herbst leuchten die kleinen, kugeligen Steinfrüchte in warmen Orange- und Rottönen und bieten zahlreichen Vogelarten eine willkommene Nahrungsquelle. Der Chinesische Zürgelbaum (Celtis sinensis) stammt ursprünglich aus den gemäßigten und subtropischen Zonen Ostasiens, wo er oft an Hängen und in Flusstälern zu finden ist. Diese Baumart aus der Familie der Hanfgewächse (Cannabaceae) beeindruckt durch ihre ausladende, breite Krone und ihr schnelles Wachstum in jungen Jahren.

Dank seiner bemerkenswerten Widerstandsfähigkeit gegenüber Wind, Trockenheit und städtischer Verschmutzung hat sich Celtis sinensis auch außerhalb seiner Heimat etabliert. In vielen Teilen der Welt wird er als attraktiver Schattenspender in Parks und entlang von Straßen geschätzt. In einigen Regionen, wie Teilen Australiens, breitet er sich jedoch stark aus und gilt als invasiv.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms
  • eudicots
  • Superrosids
  • rosids
  • Ordnung Rosales
  • Familie Cannabaceae (Hanfgewächse)
  • Gattung Celtis (Zürgelbäume)
  • Art Celtis sinensis (Chinesischer Zürgelbaum)

Lebendiger Puls

Morphologie

Celtis sinensis wächst als laubabwerfender Baum, der Wuchshöhen von durchschnittlich 20 Metern, vereinzelt auch bis zu 25 Metern erreicht. Der Stamm besitzt eine dunkelgraue bis graubraune, relativ glatte Rinde, die im Alter unregelmäßig und leicht rissig werden kann. Die breite und dichte Krone wird von kräftigen, gut verzweigten Ästen gebildet.

Die wechselständig angeordneten Blätter zeichnen sich durch folgende Merkmale aus:

  • Sie sind eiförmig bis breit-elliptisch und erreichen eine Länge von 4 bis 10 Zentimetern.
  • Die Blattbasis ist asymmetrisch, breit-keilförmig bis abgerundet, während die Spitze ausgezogen ist.
  • Die Blattränder sind in der oberen Hälfte meist gesägt und im unteren Teil ganzrandig.

Die unscheinbaren, gelblich-grünen Blüten erscheinen im Frühjahr zeitgleich mit dem Laubaustrieb. Daraus entwickeln sich bis zum Herbst kugelige Steinfrüchte mit einem Durchmesser von 5 bis 8 Millimetern, die sich zur Reifezeit im September oder Oktober dunkelorange bis rotbraun färben.

Blütezeit

Die Blütezeit erstreckt sich über das zeitige Frühjahr und fällt meist mit dem Blattaustrieb zusammen.

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Name
Dez

Anwendungen

Aufgrund seines dichten Blattwerks und der ausladenden Krone wird Celtis sinensis in Ostasien und anderen gemäßigten Klimazonen häufig als Zier- und Straßenbaum gepflanzt. Er bietet hervorragenden Schatten und verträgt städtische Luftverschmutzung sowie verdichtete Böden gut, weshalb er in der Landschaftsarchitektur sehr geschätzt wird.

Das harte und widerstandsfähige Holz sowie andere Pflanzenteile finden vielseitige Verwendung:

  • Industrie und Bauwesen: Das Holz wird im Möbelbau, für landwirtschaftliche Geräte, im Bootsbau und als Brennholz genutzt.
  • Handwerk: Die starken Bastfasern der Rinde eignen sich zur Herstellung von Seilen und grobem Papier.
  • Traditionelle Medizin: Rinde und Blätter werden zur Behandlung von Lungenabszessen oder zur Regulierung der Menstruation eingesetzt.

Zudem sind die süßlich schmeckenden Früchte essbar, während sich aus den Samen ein Schmieröl gewinnen lässt.

Interessante Fakten

Celtis sinensis ist tief in der Kultur und Geschichte Ostasiens verwurzelt und spielt eine wichtige Rolle im lokalen Ökosystem. Einige bemerkenswerte Fakten umfassen:

  • Historische Wegweiser: In Japan wurden Zürgelbäume während der Edo-Zeit auf Befehl des Shogunats häufig als Entfernungsmarkierungen (Ichirizuka) entlang wichtiger Reiserouten gepflanzt.
  • Ökologische Bedeutung: Der Baum dient als essenzielle Wirtspflanze für die Raupen zahlreicher Schmetterlingsarten, darunter der Große Schillerfalter (Sasakia charonda), welcher der japanische National-Schmetterling ist.
  • Kultureller Stellenwert: In Korea galt der Baum oft als heilig und wurde am Dorfeingang gepflanzt, um böse Geister abzuwehren. Viele dieser alten Bäume sind in Südkorea heute als geschützte Naturdenkmäler ausgewiesen.

Verbreitungsgebiet

  • China
  • Japan
  • Südkorea
  • Nordkorea
  • Taiwan
  • Vietnam

Natürliche Varietäten

Technische Information

Taxonsynonyme: Celtis japonica

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

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