Kleinblättriger Zürgelbaum (Celtis tenuifolia)

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Celtis tenuifolia: Der Zwerg-Zürgelbaum Nordamerikas

Trockene, hochgelegene Standorte, felsige Kalksteinböden und sandige Küstenregionen im östlichen Nordamerika sind der bevorzugte Lebensraum von Celtis tenuifolia. Diese strauchartige bis baumförmige Pflanze wächst extrem langsam und bleibt mit Höhen von zwei bis zwölf Metern spürbar kleiner als die meisten verwandten Arten der Gattung. Die Art toleriert trockene Bedingungen hervorragend, gilt in der Natur jedoch als äußerst schattenintolerant.

Das natürliche Verbreitungsgebiet erstreckt sich überwiegend auf die Vereinigten Staaten, überschreitet aber auch die Grenze nach Kanada, wo Vorkommen in der Provinz Ontario dokumentiert sind. Nördlich des Ohio River nimmt die Bestandsdichte der Spezies jedoch dramatisch ab. In Kanada ist der Baum so selten, dass er unter dem nationalen Artenschutzgesetz (Species at Risk Act) offiziell als gefährdete Spezies gelistet ist.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms
  • eudicots
  • Superrosids
  • rosids
  • Ordnung Rosales
  • Familie Cannabaceae (Hanfgewächse)
  • Gattung Celtis (Zürgelbäume)
  • Art Celtis tenuifolia (Kleinblättriger Zürgelbaum)

Lebendiger Puls

Botanische Illustration

Botanische Illustration
Фото: BioDivLibrary / Лицензия: Public Domain Mark

Morphologie

Die einfachen, wechselständig angeordneten Laubblätter von Celtis tenuifolia weisen eine Länge von fünf bis sieben Zentimetern und eine Breite von bis zu vier Zentimetern auf. Sie besitzen einen flach gezähnten Rand und eine auffallend fein behaarte Blattoberfläche. Die braunen, behaarten Winterknospen ähneln jenen anderer Arten, fallen mit maximal zwei Millimetern Länge jedoch winzig aus, wobei terminale Knospen gänzlich fehlen.

Als einhäusige Pflanze produziert sie eingeschlechtige Blüten, die einzeln oder in kleinen Büscheln stehen und fast ausschließlich durch den Wind bestäubt werden. Nach der Bestäubung reift eine fünf bis acht Millimeter große Steinfrucht heran, die einen einzelnen harten Samen in einem dünnen, süßen Mesokarp verbirgt. Im Verlauf der Reifung wechselt die anfänglich grüne Fruchtfarbe über Hellorange hin zu einem dunklen, purpurstichigen Braunton.

Interessante Fakten

Die kalorienreichen Früchte von Celtis tenuifolia bilden in den oft kargen, trockenen Landschaften eine wertvolle Nahrungsquelle für Singvögel und andere Wildtiere. Durch den Verzehr der süßen Beeren und das spätere Ausscheiden der Kerne tragen die Tiere maßgeblich zur lokalen Ausbreitung bei. Dort, wo die Spezies in unmittelbarer Nähe zu anderen Celtis-Arten wächst, können sich gelegentlich morphologische Zwischenformen oder natürliche Hybriden bilden.

Verbreitungsgebiet

  • Vereinigte Staaten
  • Kanada

Natürliche Varietäten

Quellen

  • Plants of the World Online (POWO)
  • Global Biodiversity Information Facility (GBIF)
  • Flora of North America

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

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