Samtiger Zürgelbaum (Celtis velutina)

Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Celtis velutina: Botanische Eigenschaften und Morphologie

In ihren natürlichen Habitaten zeichnet sich Celtis velutina durch spezifische oberflächenstrukturelle Anpassungen aus, die sie von vielen anderen Vertretern der Zürgelbäume unterscheiden. Das spezifische Epitheton „velutina“ weist bereits auf eine samtige Behaarung hin, die als morphologischer Schutzmechanismus gegen abiotische Stressfaktoren dienen kann. Als Mitglied der Familie der Hanfgewächse (Cannabaceae) fügt sich die Pflanze in ein hochkomplexes ökologisches Gefüge ein.

Ökologen und Systematiker untersuchen derartige Behaarungsmuster häufig im Kontext der Transpirationsregulation und der Herbivoren-Abwehr. Die Art repräsentiert somit ein faszinierendes Beispiel für mikroevolutionäre Anpassungsstrategien in ihrem spezifischen Lebensraum.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms
  • eudicots
  • Superrosids
  • rosids
  • Ordnung Rosales
  • Familie Cannabaceae (Hanfgewächse)
  • Gattung Celtis (Zürgelbäume)
  • Art Celtis velutina (Samtiger Zürgelbaum)

Lebendiger Puls

Morphologie

Das markanteste Erkennungsmerkmal von Celtis velutina ist das namensgebende Indumentum, das in der Regel junge Zweige, Blattstiele und insbesondere die Blattunterseiten überzieht. Diese feinen Trichome bilden eine auffallend dichte, samtartige Schicht. Die Laubblätter weisen darüber hinaus die für die Gattung obligatorische Asymmetrie an der Spreitenbasis sowie eine stark ausgeprägte Nervatur auf.

Wie bei den meisten Zürgelbaum-Arten bleiben die Blüten relativ klein und eher unscheinbar. Sie stehen zumeist in blattachselständigen zymösen Blütenständen. Die daraus hervorgehenden kugeligen Steinfrüchte verfügen über ein stark verholztes Endokarp und ein nährstoffreiches Mesokarp, das für frugivore Tiere äußerst attraktiv ist.

Interessante Fakten

Die samtige Blattbehaarung vieler velutiner Gehölze verringert die Luftbewegung direkt an der Blattoberfläche erheblich. Durch diese physikalische Barriere minimiert die Pflanze sehr effektiv den Wasserverlust durch ständige Verdunstung.

Quellen

  • Plants of the World Online (POWO) - Kew Science
  • World Flora Online (WFO)
  • Global Biodiversity Information Facility (GBIF)

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

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