Kristallholzbaum (Crystalloxylon)

IUCN: Вымерший вид

Crystalloxylon: Das kristalline Holz der Urzeit

Tief eingebettet in den kieselsäurereichen Sedimenten der Chinle-Formation in Arizona liegt ein versteinertes Geheimnis aus der späten Trias-Zeit vor über 200 Millionen Jahren. Das fossile Nadelholz Crystalloxylon verdankt seinen faszinierenden Namen der Tatsache, dass seine organischen Strukturen im Laufe der Jahrmillionen durch funkelnde Kristalle ersetzt wurden.

Die gewaltigen fossilen Baumstämme, die heute den Petrified-Forest-Nationalpark prägen, wurden ursprünglich einer anderen Gattung zugeordnet. Erst detaillierte mikroskopische Untersuchungen der inneren Anatomie offenbarten die Einzigartigkeit dieses urzeitlichen Nadelbaums.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Überklasse Gymnospermae (Nacktsamer)
  • Abteilung Pinophyta
  • Unterklasse Cupressidae
  • Ordnung Araucariales (Südliche Schmucktannen)
  • Familie Araucariaceae (Araukariengewächse)
  • Gattung Crystalloxylon (Kristallholzbaum)

Lebendiger Puls

Morphologie

Die fossilen Baumstämme von Crystalloxylon weisen ein charakteristisches pyknoxylisches Sekundärxylem auf, das sich durch einen sehr geringen Anteil an Parenchymgewebe auszeichnet. Der Gefäßzylinder besteht aus Tracheiden mit einem Durchmesser von etwa 75 µm im Querschnitt und 60 µm im Längsschnitt, deren Zellwände eine Dicke von 7 bis 8 µm aufweisen und in radialen Reihen angeordnet sind.

Zur Verbindung der Tracheiden dienen winzige Hoftüpfel mit einem Durchmesser von 18 bis 24 µm und einem Lumen von 3 bis 5 µm, die im Vergleich zu anderen fossilen Hölzern desselben Fundorts ungewöhnlich zahlreich sind. Diese Tüpfel sind wechselständig in zwei- oder dreireihigen Bändern angeordnet und weisen eine cupressoide bis taxoide Morphologie auf.

Interessante Fakten

Die Entdeckung und Erforschung von Crystalloxylon offenbart faszinierende Details über die Urzeit unseres Planeten:

  • Namensgebung aus dem Kristallwald: Der Name der Gattung leitet sich direkt vom Fundort „Crystal Forest“ ab und bedeutet wörtlich „Kristallholz“, da die organischen Pflanzenzellen durch glitzernde Minerale ersetzt wurden.
  • Fossile Zeugen der Trias: Die versteinerten Baumstämme stammen aus der späten Trias-Zeit und werden auf ein stolzes Alter von 208 bis 230 Millionen Jahren datiert.
  • Flusstransport der Baumriesen: Die Fundstücke zeigen starke Fragmentierungen, was darauf hindeutet, dass die Stämme vor ihrer Fossilisation durch reißende Flüsse transportiert wurden und dabei ihre Rinde verloren.
  • Archivierte Holotypen: Die wissenschaftlichen Referenzexemplare mit den Inventarnummern PEFO 34817, PEFO 34818 und PEFO 34819 werden sorgfältig in den Sammlungen des Petrified-Forest-Nationalparks aufbewahrt.

Verbreitungsgebiet

  • Vereinigte Staaten

Quellen

  • Global Biodiversity Information Facility (GBIF)
  • World Flora Online (WFO)
  • Petrified Forest National Park Museum Database

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF

Siehe auch

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