Königlicher Flamboyant
Delonix regia
Der Flammenbaum (Delonix regia) ist ein spektakulärer tropischer Baum mit leuchtend roten Blüten und farnartigen …
Im extrem ariden Südwesten Madagaskars wächst die seltene Wildpflanze Delonix edulis, die lokal unter dem Namen Tara bekannt ist. Diese widerstandsfähige Art gedeiht in halbtrockenen tropischen Zonen mit minimalen jährlichen Niederschlägen von unter 400 Millimetern. Sie siedelt sich vor allem auf küstennahen Sand- und Kalksteinböden von Meereshöhe bis in Höhenlagen von 100 Metern an.
Die Pflanze wird der Unterfamilie Caesalpinioideae innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) zugeordnet. Ihr wissenschaftliches Synonym Lemuropisum edule bedeutet übersetzt „essbare Lemuren-Erbse“. Aktuell wird diese Art in Westaustralien auf ihr Potenzial als Nutzpflanze hin untersucht.
Delonix edulis wächst als dornenloser, mehrstämmiger und stark verzweigter Strauch mit einer ausladenden Wuchsform. Er erreicht Höhen von vier bis sechs Metern und bildet eine dichte Krone aus, deren kleine Zweige manchmal dornenartig wirken. Die spärlich verteilten, halbbeständigen Blätter sind paarig gefiedert und tragen ein bis vier Paare ovaler bis fast kreisrunder Blättchen.
Die zwittrigen Blüten stehen in traubigen Blütenständen zusammen und öffnen sich vorwiegend in der Nacht. Jede Blüte besitzt vier weiße Kronblätter sowie ein fünftes, gelblich getöntes oberes Kronblatt, das als röhrenförmiger Nektarnagel ausgebildet ist. Auffällig sind zudem die langen Staubblätter, die weit aus der Blüte herausragen.
Die hängenden, fast zylindrischen Hülsenfrüchte werden 20 bis 30 Zentimeter lang und sind zwischen den einzelnen Samen leicht eingeschnürt. Bei Reife öffnen sich die zweiklappigen Früchte und geben 6 bis 12 eiförmig-nierenförmige Samen frei. Diese besitzen eine dünne, brüchige Schale und erreichen eine Länge von etwa 2,5 Zentimetern.
Die Samen von Delonix edulis sind essbar und besitzen einen angenehm süßlichen, an Cashewnüsse erinnernden Geschmack mit einer weichen Konsistenz. Im rohen, unreifen Zustand ähneln sie geschmacklich frischen Gartenerbsen. In ihrer Heimat wird die Pflanze traditionell nicht kultiviert, dient jedoch lokal als Quelle für Brennholz und Holzkohle.
Nährwertanalysen zeigen, dass die Kerne reich an Kohlenhydraten, Proteinen und Fetten sind. Allerdings kann der Verzehr von größeren Mengen roher Samen (ab etwa 100 Gramm) die menschliche Produktion von Chymotrypsin hemmen und Magen-Darm-Beschwerden verursachen. Dieses Risiko lässt sich durch Kochen oder Rösten der Samen minimieren.
Aufgrund ihrer nächtlichen Öffnung werden die Blüten von Delonix edulis vermutlich von Nachtfaltern bestäubt. Die ungewöhnliche Struktur der Blütenkrone mit dem röhrenförmigen Nektarorgan ist eine evolutionäre Anpassung an diese Bestäuber. Die Art gilt heute aufgrund von Überweidung und Holzkohlegewinnung in ihrem natürlichen Lebensraum als gefährdet.
Delonix regia
Der Flammenbaum (Delonix regia) ist ein spektakulärer tropischer Baum mit leuchtend roten Blüten und farnartigen …
Delonix floribunda
Ein laubabwerfender, trockenheitsresistenter Baum aus West-Madagaskar mit flachen Köpfen aus leuchtend gelben Blüten.
Delonix decaryi
Ein seltener, flaschenförmiger Baum aus den Dornwäldern Südwest-Madagaskars, bekannt für seine großen nächtlichen Blüten und …
Delonix pumila
Ein extrem seltener, gefährdeter Zwergbaum aus Madagaskar mit verdicktem Stamm und nachts öffnenden Blüten.