Weißer Flammenbaum
Ein trockenheitsresistenter Baum aus Ostafrika mit duftenden Blüten, die ihre Farbe von Weiß zu Gelb wechseln.
Unter der sengenden Sonne Madagaskars entfalten diese spektakulären Bäume ein leuchtendes Blütenmeer, das die trockenen Landschaften in ein flammendes Rot und Orange taucht. Die Gattung Delonix fasziniert Botaniker und Reisende gleichermaßen durch ihre unübersehbare Farbenpracht und ihre schirmartige Krone.
Ursprünglich stammen diese markanten Holzgewächse aus den trockenen Laubwäldern Ostafrikas und Madagaskars, wo sie sich perfekt an saisonale Dürreperioden angepasst haben. Heute schmücken Vertreter von Delonix Alleen und Parks in fast allen tropischen Regionen der Erde.
Der botanische Name leitet sich von den griechischen Wörtern für „auffällig“ und „Kralle“ ab, was auf die charakteristische Form der Blütenblätter verweist. Diese Bäume bieten nicht nur Schatten, sondern besitzen auch eine tief verwurzelte ökologische und kulturelle Bedeutung in ihren Heimatländern.
Die Vertreter der Gattung Delonix wachsen als dornenlose, meist laubabwerfende Bäume mit einer charakteristischen, schirmförmig ausgebreiteten Krone. Ihre wechselständigen Blätter sind doppelt gefiedert und können eine beachtliche Länge von bis zu 50 Zentimetern erreichen. Sie setzen sich aus Hunderten winziger, paarig angeordneter Fiederblättchen zusammen, was dem Laubwerk ein sehr zartes Aussehen verleiht.
Die großen, zwittrigen Blüten stehen in lockeren Blütenständen an den Zweigenden oder in den Blattachseln. Jede einzelne Blüte besteht aus fünf auffälligen Blütenblättern mit einem stark verschmälerten Ansatz, der an eine Kralle erinnert. Zehn freie Staubblätter ragen elegant aus dem Zentrum hervor.
Aus den befruchteten Blüten entwickeln sich flache, verholzte Hülsenfrüchte von bis zu 70 Zentimetern Länge. Diese Früchte bleiben oft über Monate am Baum hängen, bevor sie sich mit einem lauten Knacken öffnen. Im Inneren befinden sich zahlreiche längliche, extrem harte Samen.
In ihren Herkunftsländern besitzen die verschiedenen Arten vielseitige Verwendungszwecke im Alltag der lokalen Bevölkerung. Das austretende Harz einiger Arten wird gelöst und als Klebstoff genutzt oder als Süßigkeit gekaut. Die stärkereichen Samen werden im Süden Madagaskars geröstet und verzehrt.
Die großen Holzteile und Früchte werden ebenfalls praktisch verwertet. Die extrem harten Samen eignen sich hervorragend für die Herstellung von Ketten und traditionellem Schmuck. Die verholzten Hülsenfrüchte dienen in vielen ländlichen Regionen als Brennmaterial.
Aufgrund des schnellen Wachstums und der breiten Schirmkrone werden die Bäume weltweit angepflanzt. Sie dienen in tropischen Städten als Schattenspender entlang von Alleen. Das leichte Holz wird gelegentlich für den Bau von Booten genutzt.
Der wissenschaftliche Name leitet sich von den griechischen Wörtern für auffällig und Kralle ab. Dies bezieht sich direkt auf die charakteristisch geformten Blütenblätter der Pflanze. Die leuchtend roten Blüten von Delonix regia werden hauptsächlich von Nektarvögeln bestäubt, während die weißlich blühenden Arten vor allem Nachtfalter anlocken.
Obwohl der Flammenbaum heute weltweit in den Tropen verbreitet ist, galt er in seiner wilden Heimat Madagaskar lange Zeit als verschollen. Erst im Jahr 1932 wurde die Art in unzugänglichen Trockenwäldern wiederentdeckt. Viele der madagassischen Arten sind aufgrund von Lebensraumverlust stark gefährdet.
Ein trockenheitsresistenter Baum aus Ostafrika mit duftenden Blüten, die ihre Farbe von Weiß zu Gelb wechseln.
Ein laubabwerfender, trockenheitsresistenter Baum aus West-Madagaskar mit flachen Köpfen aus leuchtend gelben Blüten.
Der Flammenbaum (Delonix regia) ist ein spektakulärer tropischer Baum mit leuchtend roten Blüten und farnartigen Blättern, der ursprünglich aus den …
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