Eiblättriger Knoblauchbaum (Gallesia integrifolia var. ovata)

Pau-d'alho Knoblauchbaum
Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Gallesia integrifolia var. ovata: Botanisches Profil und Verbreitung

Tief in den Wäldern Südamerikas erhebt sich dieser markante Laubbaum, dessen eindrucksvolle Präsenz oft schon am Geruch erkennbar ist. Das Holz und die Rinde dieser Art enthalten starke ätherische Öle und Schwefelverbindungen, die den Wald mit einem kräftigen Knoblaucharoma erfüllen. Die Varietät ovata weist spezifische Blattmerkmale auf, die sie innerhalb der ohnehin variablen Art unterscheidbar machen.

Der Baum prägt die Landschaft der atlantischen Regenwälder und der feuchteren Savannenregionen Brasiliens und angrenzender Länder. Er spielt eine bedeutende Rolle im Ökosystem, da er den oberen Kronenraum erreicht und zahlreichen Tieren Schutz bietet.

Taxonomie

Morphologie

Als stattlicher Baum kann dieses Gewächs Höhen von bis zu 30 Metern erreichen und bildet oft einen massiven, zylindrischen Stamm mit grauer bis bräunlicher Rinde. Die Blätter sind einfach, wechselständig angeordnet und zeichnen sich in dieser Varietät durch ihre namengebende eiförmige (ovate) bis breit-elliptische Blattspreite aus. Sie sind ganzrandig und von einer leicht ledrigen Textur.

Die Blüten entwickeln sich in großen, rispigen Blütenständen und sind klein, zwittrig und von unscheinbarer blassgrüner bis gelblicher Färbung. Die Frucht ist eine charakteristische Samara (Flügelfrucht), die mit einem verlängerten, seitlichen Flügel ausgestattet ist, um die Windverbreitung (Anemochorie) zu erleichtern.

Anwendungen

Trotz des penetranten Geruchs wird das Holz gelegentlich im lokalen Bauwesen oder für die Herstellung von Kisten verwendet, wenngleich es nicht als Edelholz gilt. In der brasilianischen Volksmedizin werden Extrakte der Rinde aufgrund der starken phytochemischen Zusammensetzung für bestimmte Anwendungen herangezogen.

Interessante Fakten

  • Der Geruch nach Knoblauch ist so intensiv, dass Plantagenarbeiter oft den Einschlag des Baumes meiden, um nicht tagelang nach den ätherischen Ölen zu riechen.
  • In der indigenen Mythologie Südamerikas wurde dem intensiven Aroma eine schützende Wirkung gegen böse Geister nachgesagt.
  • Die geflügelten Samen können durch starke Winde beträchtliche Distanzen überwinden, bevor sie zu Boden gleiten.

Verbreitungsgebiet

  • Brasilien
  • Peru
  • Bolivien

Quellen

  • Plants of the World Online (POWO)
  • Tropicos
  • Global Biodiversity Information Facility (GBIF)

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos