Tigre-Ginkgofarn (Ginkgoites tigrensis)
Ginkgoites tigrensis – Fossile Blätter aus der Unterkreide
Die Ablagerungen der Baqueró-Formation in der argentinischen Provinz Santa Cruz offenbarten fossile Überreste von Ginkgoites tigrensis. Diese ausgestorbene Art liefert wichtige Erkenntnisse über die mesozoische Flora Südamerikas. Paläobotaniker schätzen die Funde auf die Epoche der Unterkreide.
Taxonomie
- ∟ царство Plantae
- ∟ Abteilung Tracheophytes
- ∟ Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
- ∟ Überklasse Gymnospermae
- ∟ Klasse Ginkgoopsida (Ginkgopflanzen)
- ∟ Ordnung Ginkgoales
- ∟ Familie Ginkgoaceae (Ginkgogewächse)
- ∟ Gattung Ginkgoites (Ur-Mädchenhaarbaum)
- ∟ Art Ginkgoites tigrensis (Tigre-Ginkgofarn)
Morphologie
Die Blätter von Ginkgoites tigrensis weisen spezifische Merkmale auf:
- Eine für die Gattung charakteristische Fächerform der Blattspreite.
- Eine tiefe Segmentierung der einzelnen Blattabschnitte.
- Eine dichotom verzweigte Aderung, die sich durch das Blattgewebe zieht.
Gut erhaltene Reste der Kutikula deuten auf Anpassungsmechanismen an das kreidezeitliche Klima hin.
Interessante Fakten
Fossile Funde dieser Art sind oft mit anderen Vertretern der Bennettiitales und Koniferen vergesellschaftet. Dies erlaubt Rekonstruktionen des warm-feuchten Paläoklimas der Kreidezeit. Die exzellente Erhaltung der Zellstrukturen ermöglicht detaillierte Vergleiche mit der heutigen Ginkgo biloba.
Verbreitungsgebiet
- Argentinien
Quellen
- Global Biodiversity Information Facility (GBIF)
- Paleobiology Database (PBDB)
Technische Information
Externe Datenbanken: GBIF