Waarre-Ginkgofarn (Ginkgoites waarrensis)
Ginkgoites waarrensis – Australisches Mesozoikum-Fossil
Im Rahmen von Tiefbohrungen im australischen Bundesstaat Victoria entdeckten Geologen die fossilen Spuren von Ginkgoites waarrensis. Diese ausgestorbene Art gehört zur Familie Ginkgoaceae und repräsentiert die mesozoische Vegetation Australiens. Die Erstbeschreibung erfolgte im Jahr 1965 durch den Paläobotaniker J.G. Douglas.
Taxonomie
- ∟ царство Plantae
- ∟ Abteilung Tracheophytes
- ∟ Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
- ∟ Überklasse Gymnospermae
- ∟ Klasse Ginkgoopsida (Ginkgopflanzen)
- ∟ Ordnung Ginkgoales
- ∟ Familie Ginkgoaceae (Ginkgogewächse)
- ∟ Gattung Ginkgoites (Ur-Mädchenhaarbaum)
- ∟ Art Ginkgoites waarrensis (Waarre-Ginkgofarn)
Morphologie
Die fossilen Blattüberreste von Ginkgoites waarrensis zeigen folgende anatomische Eigenschaften:
- Eine fächerartige Spreite mit einer geordneten Anordnung der Blattadern.
- Spezifische kutikuläre Strukturen zur Abgrenzung von anderen Taxa.
- Eine dichotom verlaufende Aderung, die sich gleichmäßig über die Blattoberfläche erstreckt.
Interessante Fakten
Der Fundort in der Waarre-Bohrung gab der Art ihren spezifischen Namen. Diese fossilen Nachweise belegen, dass Ginkgopflanzen in der späten Kreidezeit auch auf dem ehemaligen Superkontinent Gondwana weit verbreitet waren. Die Analyse dieser Fossilien hilft dabei, die biogeographische Geschichte der südlichen Hemisphäre zu entschlüsseln.
Verbreitungsgebiet
- Australien
Quellen
- Global Biodiversity Information Facility (GBIF)
- Douglas, J.G. (1965) - Proceedings of the Royal Society of Victoria