Korthals-Raublatt (Gironniera korthalsii)

Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Gironniera korthalsii: Botanische Beschreibung und Vorkommen

In den feuchten Wäldern von Malesien wächst Gironniera korthalsii zu einem stattlichen Baum heran, der durch seine charakteristische Blattanordnung auffällt. Diese wild wachsende Art bevorzugt halbschattige Bedingungen im Unterholz primärer Regenwälder.

Die Pflanze gedeiht vor allem in feuchtem tropischem Klima auf gut entwässerten Böden. Sie ist an das Leben unter dem dichten Blätterdach angepasst und wächst relativ langsam.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms
  • eudicots
  • Superrosids
  • rosids
  • Ordnung Rosales
  • Familie Cannabaceae (Hanfgewächse)
  • Gattung Gironniera (Gironniere)
  • Art Gironniera korthalsii (Korthals-Raublatt)

Lebendiger Puls

Morphologie

Die Rinde von Gironniera korthalsii ist glatt und von gräulicher Farbe, oft mit auffälligen Lentizellen versehen. Die wechselständigen Laubblätter sind lanzettlich geformt und weisen feine Härchen auf den Blattadern der Unterseite auf.

Die Blüten sind eingeschlechtlich und wachsen in kleinen, achselständigen Blütenständen. Aus den weiblichen Blüten entwickeln sich kleine Steinfrüchte, die sich bei Reife gelblich färben.

  • Wuchshöhe: Erreicht als mittelgroßer Baum Höhen von bis zu 15 Metern.
  • Blattnervatur: Markante Fiederung mit stark ausgeprägter Mittelrippe.
  • Fruchtgröße: Die Steinfrüchte haben einen Durchmesser von etwa 8 bis 12 Millimetern.

Anwendungen

Aufgrund der begrenzten Haltbarkeit des Holzes wird Gironniera korthalsii forstwirtschaftlich kaum kommerziell genutzt. Lokale Gemeinschaften verwenden das Holz gelegentlich als Brennmaterial oder für einfache Werkzeuge.

Ökologisch ist die Art von großer Bedeutung, da ihre Früchte eine wichtige Nahrungsquelle für kleine Säugetiere darstellen. Sie trägt somit aktiv zur Aufrechterhaltung der Artenvielfalt bei.

Interessante Fakten

Die Art wurde nach dem niederländischen Botaniker Pieter Willem Korthals benannt, der im 19. Jahrhundert die Flora Südostasiens erforschte. Seine Entdeckungen legten den Grundstein für die moderne Systematik dieser Gattung.

Die raue Textur der getrockneten Blätter wurde in der Vergangenheit von indigenen Völkern vereinzelt wie Schleifpapier verwendet. Diese traditionelle Nutzung ist heute jedoch weitgehend in Vergessenheit geraten.

Verbreitungsgebiet

  • Indonesien
  • Malaysia
  • Philippinen

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

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