Netzförmiges Raublatt (Gironniera reticulata)

Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Gironniera reticulata: Botanische Besonderheiten und Vorkommen

In den feuchten Wäldern und Gebirgsregionen Südasiens gedeiht die Gehölzart Gironniera reticulata bevorzugt in der Nähe von Flussläufen. Dieser mittelgroße Baum wächst unter dem dichten Kronendach tropischer Mischwälder. Seine Präsenz trägt maßgeblich zur Stabilität feuchter Waldböden bei.

Aufgrund ihrer ausgeprägten Anpassungsfähigkeit kann sich die Pflanze auch in teilgestörten Sekundärwäldern etablieren. Dennoch bleibt sie ein typischer Vertreter der wilden Regenwaldflora ohne gärtnerische Nutzung.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms
  • eudicots
  • Superrosids
  • rosids
  • Ordnung Rosales
  • Familie Cannabaceae (Hanfgewächse)
  • Gattung Gironniera (Gironniere)
  • Art Gironniera reticulata (Netzförmiges Raublatt)

Lebendiger Puls

Morphologie

Diese Art präsentiert sich als aufrecht wachsender Baum mit einer fein strukturierten Rinde, die im Alter flache Längsrisse ausbildet. Die Anordnung der Blätter entlang der Zweige erfolgt zweizeilig.

Die Blätter weisen folgende morphologische Besonderheiten auf:

  • Blattstruktur: Sie sind ledrig und auf der Unterseite auffällig rau strukturiert.
  • Aderung: Die netzartige (retikulate) Aderung tritt auf der Blattunterseite plastisch hervor und gab der Art ihren Namen.
  • Blattrand: Der Rand zeigt eine feine, unregelmäßige Zähnung.

Die unscheinbaren, grünlichen Blüten sind funktionell eingeschlechtlich und entwickeln sich nach der Bestäubung zu kleinen Steinfrüchten.

Blütezeit

Spätwinter bis Frühling

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Name
Dez

Anwendungen

Das Holz von Gironniera reticulata zeichnet sich durch eine mäßige Härte aus und wird lokal für einfache Zimmermannsarbeiten im ländlichen Raum genutzt. Eine breitere industrielle Verwertung findet aufgrund der unregelmäßigen Wuchsform meist nicht statt.

In ökologischen Projekten wird die Art gelegentlich zur Wiederaufforstung degradierter Hanglagen in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet getestet.

Interessante Fakten

Das Epitheton reticulata leitet sich vom lateinischen Wort für „netzartig“ ab. Es beschreibt präzise das markante Adernetz auf der Unterseite der Blätter, das wie ein feines Gitterwerk erscheint.

Diese netzartige Struktur verleiht den Blättern eine zusätzliche mechanische Stabilität gegenüber starken Monsunregen.

Verbreitungsgebiet

  • Indien
  • Sri Lanka
  • Myanmar
  • Vietnam

Quellen

  • Plants of the World Online (POWO)
  • World Flora Online (WFO)
  • Global Biodiversity Information Facility (GBIF)

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

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