Kreuzdornblättriges Raublatt (Gironniera rhamnifolia)

Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Gironniera rhamnifolia: Merkmale und Herkunft der Hanfgewächse

In den schattigen Unterhölzern der feuchttropischen Regenwälder der Molukken und Neuguineas gedeiht Gironniera rhamnifolia als unauffälliger Waldbewohner. Als immergrüne Holzpflanze fügt sich dieses Gewächs nahtlos in das komplexe Ökosystem der südostasiatischen Inselwelt ein.

Der berühmte Botaniker Carl Ludwig von Blume verfasste im Jahr 1856 die Erstbeschreibung für Gironniera rhamnifolia und etablierte die systematische Zuordnung. Zuvor hatte der Pflanzensammler Alexander Zippelius die ersten wissenschaftlichen Proben auf seinen anspruchsvollen Reisen zusammengetragen.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms
  • eudicots
  • Superrosids
  • rosids
  • Ordnung Rosales
  • Familie Cannabaceae (Hanfgewächse)
  • Gattung Gironniera (Gironniere)
  • Art Gironniera rhamnifolia (Kreuzdornblättriges Raublatt)

Lebendiger Puls

Morphologie

Die morphologischen Eigenschaften von Gironniera rhamnifolia spiegeln ihre Anpassung an das feuchtwarme Klima tropischer Regenwälder wider.

Die wesentlichen morphologischen Merkmale umfassen:

  • Blätter: Die Blätter weisen eine markante Ähnlichkeit mit denen des Kreuzdorns (Rhamnus) auf, was sich im Artnamen widerspiegelt. Sie besitzen eine deutlich ausgeprägte Nervatur und eine meist raue Blattoberfläche.
  • Blütenstand: Die kleinen, unauffälligen Blüten sind eingeschlechtlich und wachsen in kompakten Blütenständen in den Blattachseln.
  • Frucht: Nach der Befruchtung entstehen fleischige Steinfrüchte, die ein wichtiges Nahrungselement für die lokale Vogelwelt darstellen.

Interessante Fakten

Rund um die Entdeckung und Systematik von Gironniera rhamnifolia lassen sich interessante wissenschaftliche Details festhalten:

  • Namensherkunft: Das Artepitheton rhamnifolia verweist direkt auf die charakteristische Blattform, die der des Kreuzdorns (Rhamnus) ähnelt.
  • Systematischer Wandel: Obwohl die Art früher oft mit den Ulmengewächsen in Verbindung gebracht wurde, ordnet die moderne Taxonomie sie fest den Hanfgewächsen (Cannabaceae) zu.
  • Forschungsgeschichte: Alexander Zippelius, der Entdecker der Art, verstarb auf Java während derselben Forschungsreise, auf der er diese und viele andere Pflanzen sammelte.

Verbreitungsgebiet

  • Indonesien
  • Papua-Neuguinea

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

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