Ur-Mädchenhaarbaum
Ginkgoites
Eine weit verbreitete fossile Formgattung aus der Familie der Ginkgoaceae, die vom späten Karbon bis …
Als fossile Gattung der Ginkgogewächse bereichert diese ausgestorbene Samenpflanze unser Verständnis über die Evolution der Flora im Cenomanium Tschechiens. Die Entdeckung ihrer versteinerten Überreste lieferte den ersten Hinweis auf die Existenz von salztoleranten Vertretern (Halophyten) innerhalb der Ginkgophyta.
Die einzige bekannte Art dieser Gattung ist Nehvizdyella bipartita, deren Funde in der Peruc-Korycany-Formation gemacht wurden. Forscher gehen davon aus, dass diese Pflanzen in prähistorischen Salzmarschen an den Küsten wuchsen.
Die fossilen Überreste zeigen hochspezialisierte morphologische Strukturen, die typisch für die Evolution der Ginkgo-Verwandten sind. Besonders die Fortpflanzungsorgane weisen einzigartige Merkmale auf.
Die ökologische Anpassung dieser fossilen Gattung stellt eine wissenschaftliche Besonderheit dar. Analysen der Ablagerungsschichten deuten darauf hin, dass diese urzeitlichen Pflanzen salzhaltige Küstenlebensräume besiedelten.
Dies ist der bislang erste und einzige Beleg für das Vorkommen von echten Halophyten unter den Ginkgophyta. Die monodominante Verteilung der verschiedenen Morphotaxa an den Fundorten erleichterte Paläobotanikern die Rekonstruktion der gesamten Pflanze.
Externe Datenbanken: GBIF
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