Verwandter Mammutbaum (Sequoia affinis)

Silhouette: Michele M Tobias / Lizenz

Sequoia affinis – Der fossile Mammutbaum aus Colorado

Fossile Zeugnisse der urzeitlichen Flora zeigen, dass Sequoia affinis während des Eozäns und Oligozäns in Nordamerika weit verbreitet war. Diese ausgestorbene Koniferenart aus der Familie der Zypressengewächse ist besonders durch spektakuläre Funde bekannt.

Im Florissant Fossil Beds National Monument im Bundesstaat Colorado wurden fossilisierte Baumstümpfe dieser Art freigelegt. Die Ausgrabungen legen nahe, dass diese Riesen einst feuchte Täler besiedelten.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Überklasse Gymnospermae (Nacktsamer)
  • Abteilung Pinophyta
  • Unterklasse Cupressidae
  • Ordnung Cupressales (Zypressen und Wacholder)
  • Familie Cupressaceae (Zypressengewächse)
  • Unterfamilie Sequoioideae (Mammutbäume)
  • Gattung Sequoia (Küstenmammutbaum)
  • Art Sequoia affinis (Verwandter Mammutbaum)

Lebendiger Puls

Morphologie

Im Vergleich zum heutigen Küstenmammutbaum wies die fossile Art deutlich dünnere und zartere Nadelblätter auf. Zu den wichtigsten morphologischen Unterschieden gehören:

  • Filigrane Blätter, die flach abstehend an den Seitenzweigen angeordnet sind
  • Kleinere Zapfen, die nur 50 bis 70 Prozent der Länge moderner Küstenmammutbäume erreichen
  • Spezifische Feinstrukturen des fossilen Holzes und der Pollenkörner

Die Seitenzweige trugen meist weit ausladendes Laub. Diese Merkmale belegen die Verwandtschaft und gleichzeitige Abgrenzung zu rezenten Vertretern der Gattung.

Anwendungen

Die Untersuchung der fossilen Jahresringe gibt Paläoklimatologen präzise Daten über die klimatischen Schwankungen im Oligozän. Zudem hilft die Art, die evolutionäre Verwandtschaft zwischen rezenten Mammutbaumgattungen zu klären.

Interessante Fakten

Ein fossiles Trio von Baumstümpfen in Florissant gilt als frühester Nachweis für die vegetative Vermehrung durch Basaltriebe. Diese drei Stümpfe wuchsen wahrscheinlich als genetisch identische Klone aus der Wurzel eines einzigen Elternbaums.

Bereits in den frühen 1920er Jahren bildete das British Museum of Natural History ein fossiles Blatt von Sequoia affinis auf einer botanischen Postkartenserie ab.

Verbreitungsgebiet

  • USA

Quellen

  • Lesquereux, L. (1876). Species description of Sequoia affinis.
  • Meyer, H.W. & Manchester, S.R. (1997). The Oligocene Bridge Creek flora of the John Day Formation, Oregon.
  • Global Biodiversity Information Facility (GBIF)
  • Paleobiology Database

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF

Siehe auch

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