Zweizeiliger Mammutbaum (Sequoia disticha)

Silhouette: Michele M Tobias / Lizenz

Sequoia disticha – Fossiler Nadelbaum mit zweizeiliger Nadelung

Mit ihren charakteristisch angeordneten Blättern wirft Sequoia disticha bis heute spannende Fragen zur Evolution der Nadelhölzer auf. Die Erstbeschreibung dieser fossilen Art basierte auf Funden aus tertiären Ablagerungen in Europa. Sie zeigt eine starke morphologische Ähnlichkeit zu Vertretern der Urweltmammutbäume.

Die Taxonomie dieser Art wurde im Laufe der Zeit mehrfach überarbeitet, da die Abgrenzung zu verwandten Gattungen wie Taxodium und Metasequoia komplex ist. Dennoch bleibt sie ein faszinierendes Studienobjekt der evolutionären Botanik.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Überklasse Gymnospermae (Nacktsamer)
  • Abteilung Pinophyta
  • Unterklasse Cupressidae
  • Ordnung Cupressales (Zypressen und Wacholder)
  • Familie Cupressaceae (Zypressengewächse)
  • Unterfamilie Sequoioideae (Mammutbäume)
  • Gattung Sequoia (Küstenmammutbaum)
  • Art Sequoia disticha (Zweizeiliger Mammutbaum)

Lebendiger Puls

Morphologie

Die namensgebende zweizeilige Anordnung der Nadeln ist das auffälligste Merkmal dieser fossilen Zweige. Die Nadeln waren schmal, linear geformt und wiesen eine weiche Textur auf. Im Gegensatz zu manchen Verwandten waren die Blätter vermutlich wintergrün oder wurden zusammen mit Kurztrieben abgeworfen.

Die Struktur der kleinen, kugeligen Zapfen deutet auf eine nahe Verwandtschaft zu Sumpfzypressen hin. Die fossilen Abdrücke zeigen deutlich die feinen Linien der Schuppenränder.

Anwendungen

Die Untersuchung der Fundstücke hilft Paläobotanikern dabei, die phylogenetischen Verwandtschaftsverhältnisse innerhalb dieser Gehölzgruppe zu klären. Museen nutzen die fossilen Abdrücke, um die Evolution der Nadelhölzer anschaulich darzustellen. Sie dienen auch als Vergleichsmaterial bei der Identifizierung neuer fossiler Pflanzenfunde.

Interessante Fakten

Oftmals wurden Fossilien von Sequoia disticha in Braunkohlerrevieren entdeckt, wo sie zusammen mit anderen Sumpfpflanzen konserviert wurden. Diese Ablagerungen zeigen, dass die Art in sehr feuchten, waldigen Feuchtgebieten gedieh. Solche Fundstellen bieten heute eine reiche Quelle für die Rekonstruktion prähistorischer Ökosysteme.

Verbreitungsgebiet

  • Швейцария
  • Deutschland
  • Гренландия

Quellen

  • POWO (Plants of the World Online)
  • WFO (World Flora Online)
  • GBIF (Global Biodiversity Information Facility)

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF

Siehe auch

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