Küsten-Mammutbaum
Sequoia sempervirens
Der Küstenmammutbaum (Sequoia sempervirens) gehört zu den höchsten und langlebigsten Bäumen der Erde. Heimisch an …
Fossile Funde von Sequoia langsdorfii belegen eine ehemals weite Verbreitung dieses Nadelbaums über weite Teile der nördlichen Hemisphäre. Diese Art dominierte während der Kreidezeit sowie im Paläogen und Neogen die feuchten Wälder Eurasiens und Nordamerikas. Sie gilt als einer der direkten evolutionären Vorläufer des heutigen Küstenmammutbaums.
Die hervorragend erhaltenen Abdrücke von Zweigen und Zapfen erlauben es der Wissenschaft, die Vegetationsgeschichte der Arktis und gemäßigter Zonen detailliert zu rekonstruieren. In kälteren Phasen zog sich die Art allmählich in südlichere Refugien zurück.
Die Nadeln waren flach, linealisch-länglich geformt und wiesen eine charakteristische zweizeilige Anordnung an den Seitenzweigen auf. An den Haupttrieben konnten die Blätter auch spiralig angeordnet sein, ähnlich wie bei modernen Vertretern. Die feine Morphologie der Spaltöffnungen zeigt Anpassungen an ein feucht-warmes Klima.
Die versteinerten Zapfen waren rundlich bis eiförmig und saßen auf kurzen, beblätterten Stielen. Die schildförmigen Zapfenschuppen schützten die geflügelten Samen, die vom Wind verbreitet wurden.
In der Geologie dient diese Art als wichtiger Leitfossil-Indikator für bestimmte stratigraphische Schichten des Tertiärs. Die Erforschung ihrer fossilen Überreste liefert wertvolle Daten für die Modellierung zukünftiger Klimaveränderungen. Sammlungen dieser Fossilien sind zudem feste Bestandteile geowissenschaftlicher Universitätsarchive.
Fossilien von Sequoia langsdorfii wurden sogar in Gebieten wie Spitzbergen und Grönland gefunden, wo heute eisige Bedingungen herrschen. Dies beweist, dass in diesen heute arktischen Regionen einst ein mildes, fast subtropisches Klima herrschte. Die Entdeckung dieser Fossilien trug maßgeblich zur Entwicklung der Theorie der Kontinentalverschiebung bei.
Externe Datenbanken: GBIF
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