Chaneys Riesenmammutbaum (Sequoiadendron chaneyi)

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Sequoiadendron chaneyi – Der miozäne Ahnherr des Riesenmammutbaums

Während des Miozäns prägte die fossile Mammutbaumart Sequoiadendron chaneyi die waldreichen Landschaften im Westen Nordamerikas.

Fossilien dieser Art wurden in verschiedenen Fundstätten in Nevada und Kalifornien nachgewiesen. Sie gilt in der Paläobotanik als der direkte evolutionäre Vorfahre des heute noch existierenden Riesenmammutbaums. Als älteste bekannte Art der Gattung Sequoiadendron innerhalb der Zypressengewächse (Cupressaceae) dokumentiert sie den evolutionären Weg dieser Baumriesen.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Überklasse Gymnospermae (Nacktsamer)
  • Abteilung Pinophyta
  • Unterklasse Cupressidae
  • Ordnung Cupressales (Zypressen und Wacholder)
  • Familie Cupressaceae (Zypressengewächse)
  • Unterfamilie Sequoioideae (Mammutbäume)
  • Gattung Sequoiadendron (Riesenmammutbaum)
  • Art Sequoiadendron chaneyi (Chaneys Riesenmammutbaum)

Lebendiger Puls

Morphologie

Die Morphologie dieser prähistorischen Art weist verblüffende Ähnlichkeiten mit dem modernen Riesenmammutbaum auf. Die fossilen Funde umfassen sowohl dicht beblätterte Zweige als auch versteinerte Zapfen.

Die Blätter waren schuppenartig ausgebildet und spiralförmig am Trieb angeordnet. Die versteinerten Zapfen zeigen eine typische Struktur, die der des lebenden Mammutbaums fast vollständig entspricht.

Anwendungen

Da die Art seit Jahrmillionen ausgestorben ist, existiert keine praktische oder wirtschaftliche Verwendung. Sie besitzt jedoch eine fundamentale wissenschaftliche Bedeutung für das Verständnis der Stammgeschichte der Mammutbäume.

Die Funde helfen, die Migrationswege und Klimaanpassungen der Gattung im westlichen Nordamerika zu rekonstruieren.

Interessante Fakten

Fossilien von Sequoiadendron chaneyi wurden in ehemaligen Seebecken wie dem Middlegate Basin in Nevada gefunden. Dort wuchsen sie in feuchteren, nach Norden ausgerichteten Hangwäldern.

Einige Exemplare aus dem Middlegate Basin wurden ursprünglich irrtümlich als Sumpfzypressen (Glyptostrobus) klassifiziert. Erst im Jahr 1985 erkannte Daniel Axelrod ihre wahre Identität.

Die fossilen Funde lassen sich verschiedenen geologischen Formationen zuordnen:

  • Middlegate-Formation in Nevada mit selteneren Zweigfunden an trockeneren Südhängen
  • Eastgate-Formation mit reichlich Laub und versteinerten Zapfen aus feuchteren Tälern
  • Relief-Peak-Formation in Kalifornien als seltene Schwemmgutfunde in ehemaligen Flusstälern

Verbreitungsgebiet

  • Vereinigte Staaten

Quellen

  • Axelrod, D. I. (1985). Miocene floras of the Middlegate Basin, Nevada.
  • Wolfe, J. A. (1964). Miocene floras from the Middlegate Basin, Churchill County, Nevada.
  • Paleobiology Database (PBDB). Taxon record: Sequoiadendron chaneyi.

Siehe auch

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