Kieselwald-Holz (Silicisilvaxylon)

IUCN: Вымерший вид

Silicisilvaxylon – Fossile Nadelbäume der späten Trias

Vor über zweihundert Millionen Jahren erstreckten sich im heutigen Südwesten der USA feuchte, von gewaltigen Flüssen durchzogene Urwälder. In diesen urzeitlichen Landschaften wuchsen die mächtigen Nadelbäume der Gattung Silicisilvaxylon heran, deren Reste heute im Petrified-Forest-Nationalpark bewundert werden können.

Durch die Einbettung in kieselsäurehaltige Sedimente wurden die organischen Strukturen dieser Giganten im Laufe der Jahrmillionen vollständig durch schimmernde Minerale ersetzt. Heute zeugen diese steinernen Reste von einer Ära, in der das warme Klima des späten Trias die Entwicklung riesiger Nadelwälder begünstigte.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Überklasse Gymnospermae (Nacktsamer)
  • Abteilung Pinophyta
  • Unterklasse Cupressidae
  • Ordnung Araucariales (Südliche Schmucktannen)
  • Familie Araucariaceae (Araukariengewächse)
  • Gattung Silicisilvaxylon (Kieselwald-Holz)

Lebendiger Puls

Morphologie

Die fossilen Stämme von Silicisilvaxylon zeigen eine charakteristische innere Gewebestruktur, die eine genaue Abgrenzung von verwandten Gattungen erlaubt. Das sekundäre Xylem ist pyknoxylisch aufgebaut und weist nahezu kein parenchymatisches Gewebe auf.

  • Tracheiden: Der Leitungsapparat besteht aus relativ kleinen Tracheiden mit einem Querschnitt von etwa 60 µm und einer Länge von 45 µm, wobei die Sekundärwände eine Dicke von 5 bis 7 µm aufweisen. Axiales Parenchym fehlt vollständig.
  • Harzkanäle: Im Gegensatz zu anderen zeitgenössischen Funden besitzen diese Hölzer ausgeprägte Harzkanäle, die im Querschnitt 15 bis 20 µm und im Längsschnitt 30 bis 40 µm messen.
  • Tüpfelungen: Die radialen Wände weisen uniseriate, runde Hoftüpfel mit einem Durchmesser von 12 bis 22 µm und einem Lumen von 5 µm auf. Diese sind weit voneinander entfernt und werden durch wechselständige Tüpfel vom taxoiden, cupressoiden, podocarpoiden und dacrydioiden Typ ergänzt.

Im mittleren Bereich der Stammabschnitte werden die Tüpfel deutlich seltener und sind meist nur noch in kurzen, einreihigen Gruppen organisiert.

Interessante Fakten

Die wissenschaftliche Entdeckungsgeschichte von Silicisilvaxylon ist eng mit der Erforschung der Chinle-Formation verknüpft. Der botanische Name leitet sich direkt von den Erhaltungsbedingungen ab und bedeutet übersetzt „Kieselwaldholz“.

  • Verwechslung mit Araucarioxylon: Die riesigen versteinerten Stämme wurden anfangs der weit verbreiteten Art Araucarioxylon arizonicum zugeordnet und erst nach detaillierten mikroskopischen Untersuchungen als eigenständige Gattung klassifiziert.
  • Smithsonian-Holotyp: Das für die Erstbeschreibung genutzte Holotyp-Material mit der Nummer USNM 30862 wird in den wissenschaftlichen Sammlungen der Smithsonian Institution aufbewahrt.
  • Fluviatiler Transport: Die fossilen Stammabschnitte weisen starke Fragmentierungen auf, da sie vor ihrer Einbettung und anschließenden Mineralisierung durch prähistorische Flusssysteme transportiert wurden, wodurch jegliche äußere Rindenstruktur verloren ging.

Verbreitungsgebiet

  • Vereinigte Staaten

Quellen

  • Global Biodiversity Information Facility (GBIF)
  • Smithsonian Institution (National Museum of Natural History)
  • Wikipedia (es) – Silicisilvaxylon

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF

Siehe auch

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