Bitterbaum (Soulamea amara)

Soulamea amara: Der Bitterstrauch der pazifischen Küsten

Im maritimen Raum Südostasiens sowie auf zahlreichen Inseln des westlichen Pazifiks erstreckt sich das natürliche Verbreitungsgebiet dieser robusten Pflanze. Sie gedeiht bevorzugt in unmittelbarer Nähe von Sandstränden und Korallenriffen, wo sie salzhaltigen Böden trotzt.

Bereits im Jahr 1785 beschrieb der französische Naturforscher Jean-Baptiste Lamarck die Art wissenschaftlich. Der botanische Artname verweist direkt auf den stark ausgeprägten, bitteren Geschmack fast aller Pflanzenteile.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms (Mesangiospermen)
  • eudicots
  • Superrosids
  • rosids
  • malvids
  • Ordnung Sapindales
  • Familie Simaroubaceae (Bittereschengewächse)
  • Gattung Soulamea (Soulamea-Baum)
  • Art Soulamea amara (Bitterbaum)

Lebendiger Puls

Morphologie

Die Pflanze wächst als ausdauernder Strauch oder kleiner Baum, der typischerweise Höhen von bis zu 5 Metern erreicht. Unter optimalen Bedingungen kann das Gehölz jedoch eine Wuchshöhe von bis zu 15 Metern annehmen.

Die charakteristischen Merkmale der Blätter und Blüten umfassen:

  • Blätter: Länglich bis verkehrt-eiförmig geformt, mit einer beachtlichen Länge von bis zu 35 Zentimetern und einer Breite von bis zu 12 Zentimetern.
  • Blütenstände: Sie erreichen eine Länge von maximal 12 Zentimetern und tragen zahlreiche kleine Blüten.
  • Früchte: Die reifen Früchte zeichnen sich durch ein besonders hartes, holziges Perikarp (Fruchtwand) aus.

Anwendungen

In den traditionellen Heilpraktiken der Herkunftsregionen finden die Wurzeln und Früchte der Pflanze vielfältige Anwendung. Lokale Gemeinschaften nutzen sie zur Linderung von Magen-Darm-Beschwerden, Atemwegserkrankungen sowie verschiedenen Hautлеiden.

Aufgrund der extremen Bitterstoffe, die in den Früchten konzentriert sind, wird dieser Pflanzenteil in der Volksmedizin auch gezielt zur Herbeiführung von Erbrechen eingesetzt.

Interessante Fakten

Der Begriff amara leitet sich aus dem Lateinischen ab und bedeutet übersetzt bitter. Diese Eigenschaft schützt die Pflanze in der Natur vor Fraßfeinden.

Obwohl die Art weit verbreitet ist und auf der Roten Liste der IUCN als nicht gefährdet (Least Concern) geführt wird, bedroht die zunehmende Abholzung und Umwandlung von Küstenlebensräumen in landwirtschaftliche Nutzflächen lokale Bestände.

Verbreitungsgebiet

  • Malaysia
  • Indonesien
  • Papua-Neuguinea
  • Salomonen
  • Vanuatu
  • Marshallinseln
  • Mikronesien
  • Palau

Quellen

  • Lamarck, J.-B. (1785). Encyclopédie méthodique. Botanique. Tome 1: 449.
  • Plants of the World Online (POWO). Royal Botanic Gardens, Kew.
  • World Flora Online (WFO).

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

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