Kelch-Götterbaum (Ailanthus calycina)

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Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Ailanthus calycina – Tropisches Gehölz aus Südostasien

Der französische Botaniker Jean Baptiste Louis Pierre veröffentlichte die Erstbeschreibung von Ailanthus calycina im Rahmen seiner Forschungen in Südostasien. Dieses Taxon wird heute meist als synonyme Form von Ailanthus triphysa betrachtet. Die historische Entdeckung spiegelt das große wissenschaftliche Interesse an der tropischen Flora wider.

Die Bäume besiedeln die feuchtwarmen Waldgebiete Indochinas. Dort nehmen sie eine wichtige Rolle in den lokalen forstlichen Ökosystemen ein.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms (Mesangiospermen)
  • eudicots
  • Superrosids
  • rosids
  • malvids
  • Ordnung Sapindales
  • Familie Simaroubaceae (Bittereschengewächse)
  • Gattung Ailanthus (Götterbäume)
  • Art Ailanthus calycina (Kelch-Götterbaum)

Lebendiger Puls

Morphologie

Die Wuchsform von Ailanthus calycina zeichnet sich durch einen hohen, zylindrischen Stamm und eine ausladende Krone aus, die hoch in das Kronendach des Waldes ragt. Die Rinde dieser Art ist auffallend glatt und hellgrau, zeigt oft horizontale Lentizellen und sondert bei Verletzung ein klebriges, aromatisches Harz ab.

Das Laub weist eine hochgradig organisierte strukturelle Anordnung auf, die den Lichtfang in dichten Waldumgebungen optimiert.

  • Blätter: Groß, wechselständig angeordnet und unpaarig gefiedert, typischerweise 30 bis 60 Zentimeter lang, mit 10 bis 25 Fiederblattpaare, die sich an den Enden der Zweige häufen.
  • Fiederblättchen: Im Umriss deutlich asymmetrisch und sichelförmig (falkat), mit einer stark schiefen Basis, glatten Rändern und einer zugespitzten (akkuminierten) Spitze.
  • Blütenstand: Verzweigte, achselständige Rispen mit zahlreichen kleinen, eingeschlechtlichen, grünlich-gelben Blüten, was auf ein zweihäusiges (diözisches) Fortpflanzungssystem hindeutet.
  • Frucht: Längliche, papierartige Samaras (Flügelfrüchte) von 5 bis 8 Metern Länge, die sich bei Reife rötlich-braun färben und einen einzelnen flachen Samen einschließen.

Anwendungen

Forstbotanische Berichte heben vor allem das ökologische Potenzial dieser tropischen Bäume hervor. Eine nennenswerte forstwirtschaftliche Nutzung oder Kultivierung als Zierpflanze ist aufgrund der Seltenheit nicht dokumentiert.

Gelegentlich werden die Pflanzen in spezialisierten botanischen Gärten zu Forschungszwecken gehalten. Sie dienen dort dem Studium der südostasiatischen Baumflora.

Interessante Fakten

Die Erstbeschreibung erschien in dem umfassenden Werk Flore Forestière de la Cochinchine, das die Pflanzenwelt Südvietnams beschreibt. Diese prächtigen Bände enthalten detaillierte Illustrationen der damals neu entdeckten Baumarten.

Die genaue taxonomische Abgrenzung zu nahestehenden Arten bleibt bis heute ein Thema wissenschaftlicher Diskussionen.

Verbreitungsgebiet

  • Vietnam

Quellen

  • Plants of the World Online (POWO)
  • Global Biodiversity Information Facility (GBIF)
  • International Plant Names Index (IPNI)

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

Siehe auch

Hoher Götterbaum

Hoher Götterbaum

Ailanthus excelsa

Ein großer, laubabwerfender Baum Südasiens, geschätzt für den Erosionsschutz, seine medizinische Verwendung und als Feinstaubfilter.