Hoher Götterbaum (Ailanthus excelsa)

Indischer Götterbaum Indian tree of heaven Ardusi
#5B693E
#FDFEFD
#3E4E25
#596C4B
#303C1A

Ailanthus excelsa: Der Indische Götterbaum im Porträt

Weit über die trockenen Agrarlandschaften und Flussufer Indiens erhebt sich dieser stattliche Laubbaum, der eine tragende Rolle im Erosionsschutz spielt. Durch seine enorme Widerstandsfähigkeit prägt er das Landschaftsbild vieler halbtrockener Regionen Südasiens.

Die lokale Bevölkerung schätzt die Art nicht nur als Grenzmarkierung für landwirtschaftliche Flächen, sondern auch wegen ihrer vielseitigen Nutzbarkeit. Seine Anpassungsfähigkeit macht ihn zu einem wertvollen Element moderner Agroforstsysteme.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms (Mesangiospermen)
  • eudicots
  • Superrosids
  • rosids
  • malvids
  • Ordnung Sapindales
  • Familie Simaroubaceae (Bittereschengewächse)
  • Gattung Ailanthus (Götterbäume)
  • Art Ailanthus excelsa (Hoher Götterbaum)

Lebendiger Puls

Morphologie

Mit einer Wuchshöhe von bis zu 25 Metern gehört dieser laubabwerfende Riese zu den markantesten Erscheinungen seiner Heimatregionen. Der Stamm besitzt eine hellgraue, im Alter zunehmend raue Borke.

Zu den wesentlichen Merkmalen gehören:

  • Laubblätter: Wechselständig angeordnete, unpaarig gefiederte Blätter, die eine beträchtliche Länge erreichen und beim Zerreiben einen unangenehmen Geruch verströmen.
  • Blüten: Kleine, gelbliche bis grünlich-gelbe Blüten, die in großen, stark verzweigten endständigen Rispen erscheinen.
  • Früchte: Große, lanzettliche und flache Samaras mit auffälliger Nervatur, die für die Verbreitung durch den Wind optimiert sind.

Anwendungen

Die medizinische Verwendung der Rinde und Blätter besitzt in den asiatischen Heilsystemen eine lange Tradition. Als Fiebermittel (Febrifugum) sowie bei Erkrankungen der Atemwege wie Asthma und Bronchitis findet die Rinde Anwendung.

Weitere praktische Einsatzbereiche umfassen:

  • Holzindustrie: Das weiche, leicht zu bearbeitende Holz wird bevorzugt in der Streichholzherstellung sowie für Kisten, Spielzeug und Angelposen verwendet.
  • Landwirtschaft: Die Blätter dienen als nährstoffreiches Futter für Ziegen.
  • Umweltschutz: Der Baum eignet sich hervorragend zur Filterung von Feinstaub (Suspended Particulate Matter) aus der Luft und beugt Bodenerosion vor.

Interessante Fakten

In der Sprache Tamil wird der Baum aufgrund des intensiven, unangenehmen Geruchs seiner Blätter auch als „Pi-Nari Maram“ bezeichnet. Zudem stellt die Pflanze die primäre Nahrungsquelle für die Raupen der Nachtfalterart Phyllocnistis hagnopa dar.

Verbreitungsgebiet

  • Indien
  • Sri Lanka
  • Pakistan
  • Bangladesch

Quellen

  • POWO (Plants of the World Online): Ailanthus excelsa
  • WFO (World Flora Online): Ailanthus excelsa
  • GBIF (Global Biodiversity Information Facility): Ailanthus excelsa

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

Siehe auch