Giraldies Götterbaum (Ailanthus giraldii)

Giraldis Götterbaum

Ailanthus giraldii: Giraldis Götterbaum im Portrait

In den montanen Bergwäldern Chinas wächst die imposante Baumart Ailanthus giraldii. Dieser laubabwerfende Baum besiedelt vor allem Berghänge und Täler in mittleren bis höheren Lagen. Mit einer stattlichen Wuchshöhe von bis zu 30 Metern ragt er majestätisch über viele andere Waldpflanzen hinaus.

Entdeckt und beschrieben wurde die Art im späten 19. oder frühen 20. Jahrhundert und nach dem italienischen Missionar und Pflanzensammler Giuseppe Giraldi benannt. Sie teilt viele Eigenschaften mit dem bekannteren Götterbaum, bleibt jedoch in ihrer Verbreitung deutlich stärker auf ihre asiatische Heimat beschränkt.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms (Mesangiospermen)
  • eudicots
  • Superrosids
  • rosids
  • malvids
  • Ordnung Sapindales
  • Familie Simaroubaceae (Bittereschengewächse)
  • Gattung Ailanthus (Götterbäume)
  • Art Ailanthus giraldii (Giraldies Götterbaum)

Lebendiger Puls

Morphologie

Das Erscheinungsbild ist durch ein rasches Wachstum und kräftige Triebe gekennzeichnet. Die Blätter sind unpaarig gefiedert und können eine beachtliche Länge von über 60 Zentimetern erreichen, besetzt mit zahlreichen Fiederblättchen. Diese besitzen einen fein gezähnten Rand und verströmen bei Zerreiben den charakteristischen, intensiven Duft der Götterbäume.

  • Blätter: Große, wechselständige Fiederblätter mit bis zu 20 Paaren von Blättchen, die an der Basis kleine Drüsen aufweisen.
  • Blüten: Kleine, unscheinbare Blüten von gelblich-grüner Farbe, die sich in großen, endständigen Blütenständen anordnen.
  • Rinde: Die Borke ist grau bis bräunlich, meist glatt mit flachen Längsrissen bei älteren Exemplaren.

Die Verbreitungseinheiten bestehen aus länglichen, geflügelten Nussfrüchten (Samaras). Diese sind im Zentrum verdickt, wo sich der Samen befindet, und besitzen flache Ränder für eine effektive Windverbreitung.

Anwendungen

In der traditionellen chinesischen Medizin finden die bitteren Rindenextrakte gelegentlich Anwendung bei verschiedenen Leiden. Das Holz ist mäßig hart und wird lokal als Brennholz oder für einfache Konstruktionszwecke verwendet. Zudem dient die Art aufgrund ihrer Widerstandsfähigkeit in manchen Regionen als Pionierpflanze zur Hangsicherung.

Interessante Fakten

Giraldis Götterbaum verdankt seinen Namen dem Missionar Giuseppe Giraldi, der Ende des 19. Jahrhunderts bedeutende botanische Sammlungen in China anlegte. Im Gegensatz zu seinem invasiven Verwandten Ailanthus altissima zeigt Ailanthus giraldii außerhalb seines natürlichen Lebensraums kein aggressives Ausbreitungsverhalten. Die Blätter dienen zudem als Nahrungsquelle für die Seidenraupe des Götterbaumes (Samia cynthia).

Verbreitungsgebiet

  • China

Quellen

  • Plants of the World Online (POWO)
  • World Flora Online (WFO)
  • Global Biodiversity Information Facility (GBIF)

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

Siehe auch

Hoher Götterbaum

Hoher Götterbaum

Ailanthus excelsa

Ein großer, laubabwerfender Baum Südasiens, geschätzt für den Erosionsschutz, seine medizinische Verwendung und als Feinstaubfilter.