Philippinischer Götterbaum (Ailanthus philippinensis)

Malakadyos Weißer Siris Halawu
Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Ailanthus philippinensis: Der tropische Götterbaum Malakadyos

Als tropischer Riese prägt Ailanthus philippinensis die dichten Regenwälder Südostasiens und Ozeaniens mit seiner stattlichen Statur. Diese Art, botanisch oft als Synonym zu Ailanthus triphysa gestellt, wächst bevorzugt in feuchten Tälern und Küstenwäldern.

Durch sein rasches Wachstum spielt der Baum eine wichtige Rolle in der natürlichen Regeneration geschädigter Waldflächen. In vielen Teilen seines Verbreitungsgebiets wird er forstwirtschaftlich geschätzt.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms (Mesangiospermen)
  • eudicots
  • Superrosids
  • rosids
  • malvids
  • Ordnung Sapindales
  • Familie Simaroubaceae (Bittereschengewächse)
  • Gattung Ailanthus (Götterbäume)
  • Art Ailanthus philippinensis (Philippinischer Götterbaum)

Lebendiger Puls

Morphologie

Dieser immergrüne Baum erreicht beachtliche Wuchshöhen von 15 bis zu 30 Metern und bildet einen geraden, zylindrischen Stamm aus. Die Rinde ist glatt, von grauer oder weißlicher Farbe und im Alter mit feinen Rissen übersät.

Die morphologischen Hauptmerkmale umfassen:

  • Blätter: Die Blätter sind unpaarig gefiedert, wechselständig angeordnet und häufen sich an den Enden der Zweige. Sie erreichen Längen von 30 bis 60 Zentimetern.
  • Blättchen: Jedes Blatt trägt 6 bis 17 Paare von sichelförmig gebogenen Blättchen. Diese sind an der Basis asymmetrisch und haben einen glatten Rand.
  • Blüten: Die Blüten sind klein, grünlich-gelb und stehen in großen, endständigen Rispen. Die Art ist meist polygamer Natur.
  • Früchte: Die reifen Früchte sind flache, geflügelte Samaras von rötlich-brauner Farbe, welche jeweils einen zentralen Samen umschließen.

Blütezeit

Spätwinter bis Frühling

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Name
Dez

Anwendungen

Aus dem Stamm wird durch Einschnitte in die Rinde ein klebriges, hocharomatisches Harz gewonnen. Dieses Harz ist in Indien als Halmaddi bekannt und dient als traditioneller Duftstoff sowie zur Herstellung von Räucherstäbchen.

Das weiche, leichte Holz wird vielseitig verwendet:

  • Sperrholz: Eignet sich hervorragend für die Herstellung von leichten Kisten und Furnieren.
  • Zündhölzer: Wird aufgrund der geringen Dichte für die Zündholzindustrie geschätzt.
  • Bootsbau: Findet im traditionellen Bau von Booten und Katamaranen Verwendung.

In der Volksmedizin wird die Rinde zudem bei Magen-Darm-Beschwerden und Fieber eingesetzt.

Interessante Fakten

Das gewonnene Halmaddi-Harz ist hochgradig hygroskopisch, weshalb Räucherstäbchen mit diesem Inhaltsstoff eine charakteristische, leicht feuchte Textur behalten. Sie brennen dadurch besonders langsam und gleichmäßig ab.

Die Erstbeschreibung unter dem Namen Ailanthus philippinensis erfolgte 1906 durch den berühmten amerikanischen Botaniker Elmer Drew Merrill auf den Philippinen. Genetische Untersuchungen ordnen die Art heute meist der weit verbreiteten A. triphysa zu.

Verbreitungsgebiet

  • Philippinen
  • Indien
  • Sri Lanka
  • Thailand
  • Vietnam
  • Australien

Quellen

  • POWO: Plants of the World Online (Royal Botanic Gardens, Kew)
  • GBIF: Global Biodiversity Information Facility
  • WFO: World Flora Online
  • IPNI: International Plant Names Index

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

Siehe auch

Hoher Götterbaum

Hoher Götterbaum

Ailanthus excelsa

Ein großer, laubabwerfender Baum Südasiens, geschätzt für den Erosionsschutz, seine medizinische Verwendung und als Feinstaubfilter.