Sichuan-Götterbaum (Ailanthus sutchuenensis)

Szechuan-Götterbaum Sutchuen-Götterbaum
Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Ailanthus sutchuenensis: Szechuan-Götterbaum im Porträt

Die waldreichen Berghänge Zentralchinas beherbergen mit Ailanthus sutchuenensis eine botanische Besonderheit, die sich durch ihre charakteristische Färbung auszeichnet. Diese Laubbaumart ist eng mit dem bekannteren Götterbaum verwandt, unterscheidet sich jedoch in markanten Details.

Besonders in höheren Lagen zeigt dieser Baum seine Anpassungsfähigkeit an steinige Böden und kühleres Klima. Er wächst vorwiegend in Mischwäldern und an sonnigen Hängen.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms (Mesangiospermen)
  • eudicots
  • Superrosids
  • rosids
  • malvids
  • Ordnung Sapindales
  • Familie Simaroubaceae (Bittereschengewächse)
  • Gattung Ailanthus (Götterbäume)
  • Art Ailanthus sutchuenensis (Sichuan-Götterbaum)

Lebendiger Puls

Morphologie

Dieser laubabwerfende Baum erreicht Wuchshöhen von bis zu 20 Metern und bildet eine lockere Krone aus. Die glatte Rinde weist eine graubraune Färbung auf und zeigt im Alter feine Längsrisse.

Zu den wichtigsten Erkennungsmerkmalen gehören:

  • Zweige: Die jungen Triebe sind auffallend rötlich-braun oder purpurrot gefärbt und im Gegensatz zu verwandten Arten nahezu vollständig kahl.
  • Blätter: Die wechselständig angeordneten, unpaarig gefiederten Blätter werden zwischen 40 und 60 Zentimeter lang. Sie verströmen bei Zerreiben einen intensiven, oft als unangenehm empfundenen Geruch.
  • Blättchen: Jedes Blatt trägt 13 bis 27 eiförmig-lanzettliche Blättchen, die auf der Unterseite leicht blaugrün bereift sind.
  • Blüten: Die kleinen, grünlich-gelben Blüten stehen in endständigen Rispen zusammen.
  • Früchte: Aus den Blüten entwickeln sich geflügelte Nussfrüchte (Samaras), die durch den Wind verbreitet werden.

Blütezeit

Spätfrühling bis Frühsommer

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Name
Dez

Anwendungen

Aufgrund seiner Seltenheit und des spezifischen Lebensraums wird das Holz dieses Baumes forstwirtschaftlich kaum genutzt. In der lokalen chinesischen Volksmedizin finden Extrakte aus der Rinde gelegentlich Anwendung.

Gelegentlich wird die Art in botanischen Sammlungen und dendrologischen Gärten gepflanzt, um die Vielfalt der Gattung zu demonstrieren. Als Pionierpflanze eignet sie sich zur Stabilisierung von Hängen.

Interessante Fakten

Die Entdeckung dieser Art geht auf französische Missionare zurück, die Ende des 19. Jahrhunderts die Flora der Provinz Sichuan erforschten. Der Name bezieht sich direkt auf diese Region, die früher oft als Sutchuen transkribiert wurde.

Im Gegensatz zum gemeinen Götterbaum neigt diese Art in Europa nicht zur invasiven Ausbreitung, da sie höhere Ansprüche an ihren Standort stellt. Das macht sie zu einem begehrten Sammlerobjekt für Baumparks.

Verbreitungsgebiet

  • China

Quellen

  • POWO: Plants of the World Online (Royal Botanic Gardens, Kew)
  • GBIF: Global Biodiversity Information Facility
  • WFO: World Flora Online
  • Flora of China: Wissenschaftliches Verzeichnis der chinesischen Flora

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

Siehe auch

Hoher Götterbaum

Hoher Götterbaum

Ailanthus excelsa

Ein großer, laubabwerfender Baum Südasiens, geschätzt für den Erosionsschutz, seine medizinische Verwendung und als Feinstaubfilter.